Traditionsreiches Billard-Bistro Köö bekommt neues Leben eingehaucht

mlzWiedereröffnung

Einer von Dortmunds alteingesessenen Billard-Läden hat wieder auf - doch ist das „Köö“ in der Innenstadt nach drei Monaten Umbau kaum wiederzuerkennen. Selbst der Namen hat sich geändert.

Dortmund, Südost-Stadt

, 09.06.2020, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut drei Jahrzehnte lang war das „Köö“ an der Ernst-Mehlich-Straße eine beliebte Adressen, um eine ruhige Kugel zu schieben und um in uriger Atmosphäre mit Freunden einen schönen Abend zu verbringen.

Grundsätzlich ändert sich daran nichts – und doch wird dem ehemaligen „Köö" zwischen Großmarkt und Märkischer Straße nun neues Leben eingehaucht.

Drei Monate dauerte der Umbau der 500 Quadratmeter im Inneren - am letzten Wochenende feierte das Billard-Bistro als „Nika‘s Billard & Sportsbar“ die Neueröffnung.

Neue Decken, neuer Boden, neue Möbel

„Wir haben komplett in Eigenregie alles umgebaut“, sagt Jetton Nika, neuer Inhaber und Betreiber. „Neue Decken, Wände und Farben, neuer Boden, neue Möbel, neuer Tresen und die letzten drei Monate haben wir teils bis weit in die Nacht hier gearbeitet.“

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Die Idee zur Übernahme des früheren Köö kam eher zufällig. Nika wurde von der langjährigen Inhaberin angesprochen, da sie altersbedingt kürzer treten wollte und ihren geliebten Laden in gute Hände übergeben wollte. „In Dortmund würde etwas fehlen, wenn es dieses Billard-Café nicht mehr geben würde“, sagt Nika.

Betritt man die Räumlichkeiten, so wird man von einem riesigen, aufgemalten Mund mit Auge an der Wand empfangen und geht einen langen, hellen Gang entlang, bis man im riesigen Billardraum steht.

Billard-Laden sieht frisch und modern aus

14 frisch bezogene Billardtische, drei Dartautomaten, ein Kicker und ein Pokertisch, der zum Knobeltisch umgebaut wurde, füllen den Raum. Mittig der künstlerisch gestaltete Tresen, entlang der Fensterfront zum Hinterhof, gibt es moderne Lounge-Elemente zum Sitzen. Es wirkt frisch, modern, ist farblich warm gestaltet und hat den alten Charme der 80er-Jahre abgelegt.

Bereits im Eingangsbereich fallen die ersten, interessanten Gestaltungsdetails auf - so wie die Wandbemalung, die kurz irritiert.

Bereits im Eingangsbereich fallen die ersten, interessanten Gestaltungsdetails auf - so wie die Wandbemalung, die kurz irritiert. © Didi Stahlschmidt

Nika war es wichtig, das neue Ambiente und die Gemütlichkeit mit der Billard-Tradition des früheren Köö zu verbinden. Dazu zählen neben zwei alten Klavieren auch ein alter Retro-Fernsehen oder ein Schlagzeug mit dem Köö-Schriftzug.

Regelmäßige Konzerte sind geplant

Letzteres könnte bald wieder zum Einsatz kommen, da Nika gerne monatlich Livebands auftreten lassen möchte. Konzerte wird es aber - genau wie das Angebot kleiner Snacks und Speisen - erst nach der Corona Zeit geben.

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„Die Corona-Krise war für uns eher die Zeit zum Renovieren und um ein passendes Hygienekonzept zu erstellen. Jetzt freuen wir uns, endlich aufzumachen und Billard anzubieten", freut sich Nika.

Perspektivisch wird er noch kleinere Umbaubauten wie eine Lounge im Eingangsbereich vornehmen oder einige der alten Billardqueues als Dekorationselemente an die Decke anbringen.

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