Bis Ende des Jahres ist die Hermannstraße eine Baustelle - Autofahrer brauchen viel Geduld

Baustelle an der Hermannstraße

In den kommenden Monaten wird die Hermannstraße in Hörde auf 800 Metern erneuert. Am ersten Tag der Baustelle gab es schon lange Staus, alle paar Wochen wird ein anderes Teilstück gesperrt.

Hörde

, 18.03.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Hermannstraße in Hörde ist seit dem 18.3. eine Baustelle. Auf 130 Metern ist die Fahrtrichtung nach Aplerbeck gesperrt, das sorgte am ersten Tag für Chaos auf den umliegenden Straßen. Auf der Faßstraße staute sich der Verkehr hunderte Meter.

Die Hermannstraße in Hörde ist seit dem 18.3. eine Baustelle. Auf 130 Metern ist die Fahrtrichtung nach Aplerbeck gesperrt, das sorgte am ersten Tag für Chaos auf den umliegenden Straßen. Auf der Faßstraße staute sich der Verkehr hunderte Meter. © Michael Nickel

Es war ausgerechnet ein Fußgänger, der die Situation am Montagnachmittag auf den Punkt brachte. „Zu Fuß is‘ besser“, sagte er zu seiner Frau, während die beiden sich über die Fußgängerampel an der Faßstraße an den Autos vorbei schlängelten. Von weiter vorne hörte man Gehupe, mal von einem Lkw, meistens aber von Autos.

130 Meter können eine große Wirkung haben

Schuld für den Rückstau, der sich über mehrere hundert Meter über die Faßstraße bis hinein in die Willem-van-Vloten- und Weingartenstraße zog, ist die Baustelle an der Hermannstraße. Die Stadt Dortmund erneuert hier seit Montag (18.3.) zwischen Benninghofer Straße und dem Kreisverkehr an der Schüruferstraße unter anderem die komplette Fahrbahndecke.

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Das gesamte Projekt soll rund acht Monate dauern, die Stadt geht hierfür schrittweise vor. Die rund 800 Meter lange Strecke wird in sieben Bauabschnitte unterteilt. Los geht es seit Montag mit 130 Metern zwischen der großen Kreuzung zur Benninghofer Straße und der Bushaltestelle Bickefeld. Die Straße ist in diesem Bereich in Richtung Aplerbeck komplett gesperrt. Wer also in Richtung Osten fahren will, muss einen Umweg in Kauf nehmen.

Im Idealfall ist alles vor Weihnachten fertig

„Wir haben ein sehr großes Projekt vor der Brust“, sagte Sylvia Uehlendahl, die Leiterin des Tiefbauaumtes, zum Beginn der Baustelle am Montag. Das Projekt kostet gut 2,6 Millionen Euro, etwas weniger als 2,5 Millionen Euro kommen aus Fördertöpfen.

Auf der Faßstraße standen die Autos in Richtung Süden hunderte Meter. Und das war noch vor der Hauptverkehrszeit.

Auf der Faßstraße standen die Autos in Richtung Süden hunderte Meter. Und das war noch vor der Hauptverkehrszeit. © Michael Nickel

Die Hermannstraße hat dann, wenn alles fertig ist, Flüsterasphalt, neue Mittelinseln mit Taktilelementen, barrierefreie Bushaltestellen und auf Höhe der Jet-Tankstelle einen neuen Gehweg. Der Kanalbau ist schon fertig, die Straßenlaternen sind mit LED-Birnen ausgestattet.

„Mein Wunsch ist, dass alles noch vor Weihnachten fertig wird“, sagte Uehlendahl. Allerdings müsse - speziell zum Ende der Bauarbeiten - die Witterung mitspielen. Für die Verlegung des neuen Asphalts sei zum Beispiel tagsüber eine Temperatur von mindestens sieben Grad nötig.

Anfang Februar gab es eine große Infoveranstaltung

Die Autofahrer hatten am Auftakttag der Baustelle wohl anderes im Sinn, als an Flüsterasphalt zu denken. Gehupe war von überall zu hören. Unerwartet kam die Baustelle allerdings nicht: Anfang Februar hat die Stadt in einer öffentlichen Veranstaltung über die Pläne informiert.

Hier zu sehen sind unter anderem Susanne Linnebach (l.), Leiterin Stadterneuerung, und Sylvia Uehlendahl (r.), Leiterin Tiefbauamt, zusammen mit Vertretern aus der Politik und Verwaltung.

Hier zu sehen sind unter anderem Susanne Linnebach (l.), Leiterin Stadterneuerung, und Sylvia Uehlendahl (r.), Leiterin Tiefbauamt, zusammen mit Vertretern aus der Politik und Verwaltung. © Michael Nickel

So oder so. Auf allen drei anliegenden Straßen, die zur großen Kreuzung führen, ist ab sofort eine Spur gesperrt. Die Zufahrt zur Hermannstraße an dieser Stelle wird voraussichtlich sechs Wochen nicht möglich sein. So lange soll auf jedem Abschnitt gebaut werden.

„Unser Ziel ist es, Alt- und Neu-Hörde weiter zu verbinden“, sagte Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung. Die Ideen der Anwohner seien zum großen Teil in die Planung miteinbezogen worden.

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