Bis zu 30 Nordstadt-Häuser sollen attraktiver werden

mlzEigentümer-Treffen

Vom Borsigplatz bis zum Dortmunder Hafen sollen zahlreiche Häuser in der Nordstadt in naher Zukunft schöner werden. Die Stadt macht dafür zusätzliches Geld locker.

Dortmund

, 19.02.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über 200 Hauseigentümer von Nordstadt-Immobilien waren der Einladung des Amts für Stadterneuerung in das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule gefolgt: Beim dritten großen "Eigentümerforum Nordstadt" stand der Austausch von Fachleuten aus Verwaltung, der Bau- und Wohnungswirtschaft und des Quartiersmanegements mit den Hausbesitzern im Mittelpunkt.

„Unser Ziel ist es, über die Themenpalette rund um Immobilieneigentum zu informieren und zu zeigen, dass sich Investitionen in den Wohnungsbestand der Nordstadt lohnen“, so Uta Wittig-Flick vom Amt für Stadterneuerung über die Idee hinter dem Veranstaltungsformat.

Stadterneuerungsprogramm wirkt

In einem Vortrag zeigte Wittig-Flick auf, welche Investitionen im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms dem Stadtteil zugute kommen – und machte dabei deutlich, wie öffentliche und private Initiativen einander ergänzen können.

„Langsam wandelt sich das Gesicht der Nordstadt. Mehr als 300 Wohngebäude zwischen Borsigplatz und Hafen wurden in den Jahren 2016 bis 2019 sichtbar aufgewertet. Darunter sind etwa 20 Immobilien, die wegen unterlassener Instandhaltung und Modernisierung lange leer standen“, so Wittig-Flick.

Ziel sei es, das Quartier als Wohnort weiterhin voranzubringen, den Stadtteil attraktiver zu gestalten.

Städtebauliches Potenzial

Hendrik Gödecker von der Denkmalbehörde betonte die städtebaulichen Potenziale: „Altbauquartiere wie die Nordstadt gehören deutschlandweit zu den beliebtesten Stadtvierteln, weil sie Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereinen und über ein besonderes historisches Flair verfügen“, so Gödecker.

Um diese Potentiale in der Nordstadt zu aktivieren, müsse man die alten Fassaden erhalten – und in der gesamten Nordstadt einheitlicher und harmonischer gestalten.

Neue Förderrichtlinien

Alexander Sbosny vom Immobilienteam des Quartiersmanagement Nordstadt brachte erfreulichen Neuigkeiten mit: Die Stadt Dortmund hat jüngst das Förderprogramm für Fassaden- und Hofgestaltung angepasst.

Bezuschusst werden nun unter anderem der Fassadenanstrich und die Begrünung von Innenhöfen mit 50 % der förderfähigen Kosten. Laut Sbosny stehen für 2020 jetzt 200.000 Euro an Gesamtförderung dafür zur Verfügung.

"Mit dem Geld könnten in nächster Zeit bis zu 30 Eigentümer unterstützt werden, die in ihre Immobilien investieren wollen", so Alexander Sbosny.

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