Blindgänger-Fund: 1200 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen

Entschärfung nötig

Wieder ein Bombenfund in Dortmund: Am Mittwochabend musste ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Die Evakuierung der Anwohner verzögerte sich.

von Oliver Volmerich, Patricia Friedek

Dortmund

, 17.07.2019, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blindgänger-Fund: 1200 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen

Direkt neben dem Bagger wurde der Blindgänger bei Bauarbeiten gefunden. © Schaper

Der 250-Kilogramm-Blindgänger amerikanischer Herkunft wurde am Mittwoch bei Bauarbeiten an der Lüttenwiese in Scharnhorst entdeckt. „Der Blindgänger muss noch heute entschärft werden“, teilte die Stadt am Mittag mit.

Blindgänger-Fund: 1200 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen

Die Evakuierung begann um 17 Uhr. © Schaper

Das Gebiet wurde in einem Radius von rund 250 Metern (siehe Karte) rund um den Bombenfundort evakuiert. Davon betroffen waren etwa 1200 Anwohner in Alt-Scharnhorst und eine Kindertagesstätte. Eine Evakuierungsstelle wurde in der Hauptschule Scharnhorst, Gleiwitzstraße 200, eingerichtet. Um 17 Uhr begann die Evakuierung.

Das Ordnungsamt war mit 52 Personen im Einsatz, das Tiefbauamt mit 16 Personen. Die Polizei stellte acht Kräfte und die Feuerwehr 20. Die Johanniter waren mit 14 Personen vor Ort.

Blindgänger-Fund: 1200 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen

Im Umkreis von rund 250 Metern um den Fundort wurden Menschen evakuiert. © Stadt Dortmund

Auch die Buslinie 427 war von den Evakuierungs- und Entschärfungsmaßnahmen betroffen und musste eine weitläufige Umleitung fahren.

Um sieben Uhr war die Evakuierung der Anwohner weitgehend abgeschlossen. Insgesamt 17 Krankentransporte sorgten für die Verzögerung der Maßnahmen. Gegen 19.30 Uhr startete die Entschärfung, rund eine halbe Stunde später war sie abgeschlossen und die Anwohner durften in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

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