In Lidl-Supermärkten kommt es derzeit zu Lieferverzögerungen. © dpa
Lieferengpässe

Blockade im Suez-Kanal hat Auswirkungen auf Dortmunder Supermärkte

Nach der Havarie im Suez-Kanal Ende März kommt es nun in den Supermärkten einer großen Kette in Dortmund zu Lieferverzögerungen. Besteht die Problematik auch in anderen Märkten?

„Leider kommt es aufgrund der Suezkanal Problematik momentan zu Lieferengpässen“ kündigt ein Schild am Eingang eines Supermarktes der Kette „Lidl“ an. Um welche Produkte es konkret geht, ist daraus nicht erkenntlich. Es ist lediglich von Werbeaktionen die Rede und es sind wohl Produkte aus Asien betroffen.

Lieferverzögerungen bei Lidl

Was lange befürchtet wurde, scheint für diesen Supermarkt nun tatsächlich einzutreten: Die Blockade des Suez-Kanals Ende März hat Auswirkungen auf das Sortiment. Doch werden nun bestimmte Lebensmittel knapp oder worauf müssen Kundinnen und Kunden womöglich verzichten?

Die Pressestelle des Supermarkt-Konzerns gibt dazu nicht viele Angaben. „Aufgrund der Havarie der ‚Ever Given‘ im Suez-Kanal kam es in den letzten Wochen vereinzelt zu Lieferverzögerungen, hauptsächlich im Non-Food-Bereich“, heißt es lediglich. Um den eigenen Lebensmittelvorrat muss sich die Kundschaft somit aber offenbar keine Sorgen machen.

Schilder mit diesem Text sind im Moment in mehreren Lidl-Filialen zu sehen. © Tabea Prünte © Tabea Prünte

Anderen Medienberichten zufolge handelt es sich bezüglich der Lieferengpässe nämlich um ein Produkt aus dem Freizeitbereich, das Lidl in der Vergangenheit im Prospekt bereits beworben hatte. Die Pressestelle des Konzerns macht dazu keine Angabe.

Sind auch andere Supermärkte betroffen?

Bei Supermärkten der Kette „Edeka“ könne man „nicht von spürbaren Auswirkungen auf unser Sortiment sprechen“. Denn der Fokus liege auf Lebensmitteln und Getränken und die Lieferungen dieser Waren seien nicht durch die Havarie im Suez-Kanal beeinflusst.

Auch bei „Rewe“- und „Penny“-Märkten sei die Versorgungslage stabil, heißt es auf Nachfrage.

Auch bei Aldi Nord „zeitliche Verschiebungen im Angebot“ möglich

Den Hintergrund der Lieferketten erklärt Aldi-Nord-Pressesprecher Christian Salmen. „Die aktuelle Situation in der weltweiten Logistik von Waren ist derzeit für alle Akteure herausfordernd“, heißt es somit. Denn durch die Blockade im Suez-Kanal würden „deutlich weniger“ Leercontainer zur Verfügung stehen, um in Asien gefertigte Ware zu verladen. Außerdem benennt er die Corona-Pandemie als weiteren Faktor, der den Welthandel beeinflusst.

„Zeitliche Verschiebungen im Angebot unserer Non-Food-Aktionsartikel lassen sich daher leider derzeit nicht ganz ausschließen“, sagt Salmen.

Im März sorgt Containerschiff für Blockade

Ende März war das Containerschiff „Ever Given“ im Suez-Kanal auf Grund gelaufen und hat den Welthandel damit stark beeinflusst. Knapp eine Woche war der Suez-Kanal blockiert gewesen.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1998 im Rheinland geboren und seit ein paar Jahren zum Studieren im Ruhrgebiet Zuhause. Verschiedene Menschen und ihre Geschichten - das möchte ich erleben und darüber berichten.
Zur Autorenseite
Tabea Prünte

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.