Blockflöten sind nicht zu laut: Musikschule darf bleiben

Verwaltungsgericht

Weil ihr der Blockflöten-Unterricht im Nachbarhaus zu laut war, wollte eine Frau aus Dortmund gleich eine ganze Musikschule verbieten lassen. Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte sie damit am Mittwoch allerdings keine Chance. Begründung: Die musikalische Früherziehung sei kein unzumutbarer Kinderlärm.

DORTMUND/GELSENKIRCHEN

von Von Jörn Hartwich

, 10.08.2011, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Gruppe von Blockflöten-Schülern.

Eine Gruppe von Blockflöten-Schülern.

Trotzdem sprach die Nachbarin von einer unzumutbaren Geräuschbelastung. Die Gesänge und Blockflöten-Töne hätten sie sogar schon krank gemacht. Für die Richter war das jedoch nicht nachvollziehbar. An der Genehmigung sei auf jeden Fall nicht zu rütteln. Alle Vorgaben des Schallschutzes seien eingehalten worden. Außerdem würden für Kindergeräusche höhere Toleranzgrenzen gelten. Wörtlich hieß es vor Gericht: „Geräuscheinwirkungen durch Musikinstrumente müssen hingenommen werden.“

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