Polizei und Ordnungsamt kontrollierten in den vergangenen Jahren die Böller-Verbotszonen in der City. © RN-Archiv
Silvester und Corona

Böllerverbot an Silvester: Diese Orte sind für Dortmund im Gespräch

Nicht verbieten, aber eingrenzen wollen Bund und Land die Silvesterböllerei. Die Stadtverwaltung muss nun Verbotszonen festlegen. Einige gab es schon mal, andere könnten neu dazukommen.

Auf belebten Straßen und Plätzen soll das Silvester-Feuerwerk zum Jahresende tabu sein. So heißt es sinngemäß in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes, die am 1. Dezember in Kraft getreten ist. Festzulegen, wo diese Regelung greift, sei Sache der örtlichen Behörden – also auch der Dortmunder Stadtverwaltung.

In Dortmund macht man sich Gedanken, wo zum Silvestertag Feuerwerks- und Böllerverbotszonen eingerichtet werden, wie Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag (1.12.) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands berichtete.

Zwei Verbotszonen in der City

Fest steht bereits: Die beiden Böller-Verbotszonen der vergangenen Jahre in der City – rund um die Reinoldikirche und im Bereich Alter Markt sowie zwischen Petrikirche und Hauptbahnhof – werden wohl auch in diesem Jahr wieder gelten. Ob und wo weitere hinzukommen, werde unter anderem in Zusammenarbeit mit der Polizei geprüft, kündigte Dahmen an. Das städtische Ordnungsamt und die Polizei hatten zuletzt die Verbotszonen gemeinsam überwacht.

Einen möglichen Effekt will der Dezernent bei der Ausweisung von Verbotszonen vermeiden: „Je mehr Verbotszonen wir haben, desto dichter wird es an anderen Bereichen“, sagte Dahmen. Es soll also keinen Verdrängungseffekt geben.

Kritik an Verzicht auf Verbot

Offen ist zum Beispiel, ob die Möllerbrücke, die in den vergangenen Jahren ein Hotspot für Silvester-Partys mit ausuferndem Feuerwerk war, zur Verbotszone wird. Das sei aktuell noch reine Spekulation, sagte Dahmen. In den vergangenen Jahren war es dort sogar mehrfach zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, die mit Feuerwerkskörpern beschossen wurde.

Dahmen macht keinen Hehl daraus, dass sich die Stadt in diesem Jahr eigentlich ein bundesweites generelles Feuerwerksverkaufs-Verbot gewünscht hätte. Dazu konnten sich der Bund und die Länder in ihren letzten Corona-Vereinbarungen aber nicht durchringen. Oberbürgermeister Thomas Westphal hatte daran bereits scharfe Kritik geübt und von einer Verdrängung der Verantwortung an die Kommunen gesprochen.

Mit einer Vorgabe der Corona-Schutzvereinbarung zu Silvester hat die Dortmunder Stadtspitze indes kein Problem. Das Verbot öffentlich veranstalteter Feuerwerke zum Jahreswechsel betrifft Dortmund nicht. Denn so etwas hat es bislang eh nicht gegeben und wäre auch nicht geplant gewesen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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