Bonekamp bettelt Wirtschaft an

DORTMUND Waltraud Bonekamp, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie, hat in einem Bettelbrief an Dortmunder Unternehmen um „eine Zuwendung für die gesunde Ernährung der Dortmunder Grundschulkinder“ gebeten.

von Von Gaby Kolle

, 25.09.2007, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Waltraud Bonekamp,  Dezernentin für Schule, Jugend und Familie.

Waltraud Bonekamp, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie.

Sie schreibt für das Netzwerk „Dortmunder Kinder. Besser essen. Mehr bewegen,“ eine Initiative vieler Verbände und der Stadt Dortmund. Das Netzwerk bietet den Kindern in der Grundschule eine täglich Portion Obst und Gemüse an. Viele Kinder seien es nicht mehr gewohnt, frisches Obst und Gemüse zu essen, so die Dezernentin: „Als Folge sind Kinder anfälliger für Krankheiten. Wir nehmen wahr, dass bereits viele Kinder übergewichtig sind.“

Pilotphase ausweiten auf 50 Grundschulen

Nach der erfolgreichen Startphase mit acht Pilotschulen soll das Angebot des Netzwerks laut Bonekamp im Schuljahr 2007/2008 auf 50 Grundschulen ausgeweitet werden. „Das bedeutet ein Stück gesunder Ernährung für über 10 000 Dortmunder Kinder!“, schreibt Bonekamp.

Der Schulausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung noch darüber gestritten, ob die Kinder Bio-Kost bekommen sollten oder nicht. „Zu teuer“, hatte Prof. Dr. Günter Eissing von der Uni Dortmund (Fach Hauswirtschaftswissenschaft) abgewunken. Er koordiniert das Projekt.

25 Euro pro Schuljahr

Die Eltern kostet die tägliche Portion Obst und Gemüse 25 € pro Schuljahr. Doch nicht alle Eltern seien in der Lage, dieses Geld aufzubringen, führt die Dezernentin an, „so dass eine finanzielle Unterdeckung und somit ein Scheitern des Projektes droht“. Die Abwicklung der Finanzen läuft gegen Spendenquittung über den Verein zur Förderung innovativer Schulentwicklungen in Dortmund (Schul.inn.do.e.V).

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