Nach Brand in Imbiss: "Mir kam eine schwarze Wolke entgegen"

mlzKörner Hellweg

Ein Schnellrestaurant am Körner Hellweg hat am Mittwochmorgen gebrannt. Doch nicht nur der Imbiss war betroffen: Auch Pendler bekamen die Auswirkungen zu spüren.

Dortmund, Körne

, 28.10.2020, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am frühen Morgen um kurz vor 6 wurde die Feuerwehr zu einem Brand am Körner Hellweg gerufen. Wie sich herausstellte brannte es im Schnellrestaurant Alanya.

Die Feuerwehr berichtete, dass insgesamt 15 Fahrzeuge mit 40 Einsatzkräften zu dem Brand gerufen wurden. Vor dem Imbiss fand die Feuerwehr einen Mann vor, der sich selbst aus dem Imbiss gerettet hatte, er wurde mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden

Es drohte weiterer Schaden. Die Ausbreitung des Feuers auf das über dem Imbiss liegende Gebäude konnte nach Angaben der Feuerwehr verhindert werden. Die oberen Geschosse blieben sogar schadlos.

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Die Feuerwehr vermeldete, dass noch drei weitere Personen aus dem Gebäude geführt werden mussten, diese wurden anschließend untersucht und konnten wenige Stunden später zurück in ihre Wohnungen.

Straßenbahn fiel aus

Die Stromversorgung musste von der Feuerwehr unterbrochen werden, wodurch unter anderem auch die auf dem Körner Hellweg fahrende Straßenbahn ausfiel.

Der Körner Hellweg ist allerdings nicht nur eine Hauptverkehrsader, auch Geschäfte reihen sich hier in den Erdgeschossen der Häuser aneinander.

Neben dem Schnellrestaurant liegen unter anderem ein Tedi und ein Friseur. Der Tedi konnte dank dem Einsatz der Feuerwehrmänner schon am Tag des Brandes wieder Kunden empfangen, bei dem Friseursalon "Haarzauber" sieht das anders aus.

Die Tür aufgemacht und "fast umgefallen"

Die Betreiberin, Marina Bluhm, erzählt, dass sie von dem Feuer und dem Großeinsatz der Feuerwehr nichts mitbekommen habe, da sie nicht in der Nähe wohne und so musste sie sich auf einen echten Schock gefasst machen, als sie ihr Geschäft betrat.

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"Erst habe ich gar nichts gesehen, nur dass vom Nachbarn die Tür zugeschlossen war und dann habe ich meine Tür aufgemacht und bin fast umgefallen," erzählt sie.

Kunden müssen vorerst warten

Ihr sei eine schwarze Wolke entgegen gekommen, "alles voller Rust und fettig, ich kann nichts mehr benutzten." Dementsprechend sei es unmöglich, Kunden zu empfangen, da müsse sie erst ein Unternehmen beauftragen, das "das ganze Fett entfernt."

Friseursalon-Betreiberin Blohm nach Absage aller Termine: "Es macht mich unglaublich traurig."

Friseursalon-Betreiberin Blohm nach Absage aller Termine: "Es macht mich unglaublich traurig." © Schaper

Es mache sie "unglaublich traurig, jetzt allen Kunden absagen zu müssen". Vollkommen unabhängig von der Situation um die Corona-Maßnahmen sei dies jetzt eine schwierige Situation, "aber da muss ich jetzt durch".

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Den Friseursalon eröffnete Bluhm 2008, im gleichen Jahr indem auch der Imbiss eröffnet wurde.

Polizei übernimmt die Ermittlungen

Dort ist vorerst nicht an die Bewirtschaftung von Kunden zu denken. Am Mittwochmittag standen noch Einsatzkräfte und Mitarbeiter eines Installationsunternehmens vor der Eingangstür, um sicherzustellen, dass die Gasleitungen durch den Brand nicht beschädigt wurden.

Weder der Betreiber des Imbiss noch die Besitzerin des Hauses wollten sich zu dem Brand äußern. Die Polizei hat die Ermittlungen zu der möglichen Brandursache übernommen.

Der Schaden, der in dem Friseursalon entstanden ist, dürfte nun zu einem Fall für die Versicherungen werden.

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