Breton Ciro macht es seiner Familie nicht immer leicht

mlzMein liebstes Haustier

Rüde Ciro ist kein einfacher Geselle. Trotzdem ist er ein geliebtes Haustier. Familie Just möchte mit ihrem Lieblingstier jedoch zeigen, dass es auch steinige Wege zum Hundeglück gibt.

von Verena Halten

Saarlandstraßenviertel

, 05.10.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Wildfang, der es seiner Familie vor allem zu Beginn ungemein schwer gemacht hat, ist der 5 Jahre alte Breton. Der Rüde, dessen Rasse eigentlich aus Frankreich stammt, verbrachte die ersten vier Jahre seines Lebens in Italien – vernachlässigt auf dem Hof eines italienischen Jägers. Und dort durfte er laut seinem heutigen Frauchen Diana Just „machen, was er wollte“.

Das wurde deutlich, als Ciro im vergangenen Juli von einem Tierschutzverein an seine heutige Familie vermittelt wurde. Nach einem Gespräch legte dieser der Familie Jagdhund Ciro ans Herz, weil die Familie aus begeisterten Sportschützen besteht und jedes Wochenende im Wald verbringt. Es klang perfekt ... Etwas zu perfekt, wie Familie Just später feststellte. Die Rückfahrt sei eine Katastrophe gewesen, erinnert sich Diana Just. Diese habe von Würzburg nach Dortmund acht Stunden gedauert und Ciro habe „die ganze Transportbox auseinandergenommen.“

Breton Ciro macht es seiner Familie nicht immer leicht

Ciro liebt wie seine Familie die Natur. © Samira Just

Zuhause angekommen ging es noch rund zwei Monate turbulent weiter. Zuvor stets vernachlässigt, tat sich Ciro schwer Vertrauen zu fassen und sich in sein neues Zuhause einzufinden. Übel nahm seine Familie das Ciro zwar nicht, der auch ein „richtiger Clown“ sein kann, wie Just schmunzelnd erzählt. Etwa, indem er seinen Wassernapf im Wald vergräbt und somit alle zum Lachen bringt. Es sei aber „sehr, sehr schwer gewesen“, sagt Just ehrlich.

Vom Tierschutzverein hätte sie ein wenig mehr Ehrlichkeit erwartet. „Niemand hat uns gesagt, was uns da erwartet.“ Und danach sei man auch nicht mehr für Rückfragen zu erreichen gewesen. Erst nach und nach, mithilfe eines erfahrenen Hundetrainers, wurde aus Ciro ein Hund, der sich an seine neue Situation gewöhnte und anpasste; der Vertrauen fasste und auf die ersten Kommandos hörte. Sitz und Platz, das kannte er vorher nämlich ebenso wenig wie er wusste, dass man in der Wohnung nicht Pipi macht.

Jeden Tag wird fleißig geübt

Noch heute tut sich der 19 Kilogramm schwere Wildfang zum Beispiel jedoch schwer dabei, an der Leine zu gehen. Aus diesem Grund wird fleißig geübt: jeden Tag. Heute möchte Familie Just ihren Ciro nicht mehr missen. „Er gehört dazu“, sagt Diana Just, gibt aber zu, dass das am Anfang anders aussah. Manchmal habe sie vor Verzweiflung „geheult“ und gedacht „das schaffen wir nicht.“ Da habe sie manchmal auch darüber nachgedacht, ihn zurückzugeben.

Heute geht es bergauf. Vor allem, seitdem man mit Ciro einen Kurs bei der Kreisjägerschaft besuche. „Der Weg, der vor uns liegt, ist aber noch weit“, sagt Diana Just.

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