Bündnis gegen Gesetz zur Kinderbildung

Gegen das geplante Kinderbildungsgesetz (KiBiz) der Landesregierung hat sich in Dortmund ein Bündnis geschmiedet.

03.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

KiBiz soll die Kinderbetreuung neu regeln, Freiräume für Kitas und Kindergärten schaffen, mehr Bildungsangebote und Betreuung für unter Dreijährige ermöglichen, verspricht die Landesregierung.

Beim Gesetzentwurf herausgekommen sei "Mumpitz" kritisieren dagegen AWO, Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband, jüdische Kulturgemeinde und Ev. Kirche als Träger von Kindertageseinrichtungen sowie die vier Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneten Gerda Kieninger, Annegret Krauskopf, Harald Schartau und Prof. Dr. Gerd Bollermann. Den meisten Betreuungseinrichtungen blieben durch KiBiz weniger Geld und Personal für mehr Aufgaben.

Dieses Bündnis hat nun eine Broschüre mit Gegenargumenten herausgegeben, auch im Internet auf den Seiten der Bündnisbeteiligten einzusehen, z.B. unter www.awo-dortmund.de . Darüber hinaus sind Protestaktionen geplant: am 6. September, 10 bis 13 Uhr, auf dem Friedensplatz in Dortmund und am 15. September in Düsseldorf.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband startet außerdem eine eigene Kampagne unter dem Motto "Gebt dem KiBiz starke Flügel!". Vor allem die Elterninitiativen unter dem paritätischen Dach fürchten massive Einschnitte in der Betreuungsqualität, steigende Elternbeiträge und unkalkulierbare Risiken für die Träger.

Die im Gesetzentwurf formulierten hohen Anforderungen an Bildung und Erziehung könnten aufgrund der vorgesehenen finanziellen Ausstattung der Tageseinrichtungen nicht erfüllt werden, heißt es auch in einem Fazit der Stadt zu KiBiz. ko

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