Bürger kämpfen gegen Burger King an der B1

Fast-Food-Filiale

Regelmäßig tauchen Wünsche von Fast-Food-Ketten auf, sich an der B1 in Dortmund anzusiedeln. Einen neuen Vorstoß unternimmt jetzt Burger King. Und der stößt auf den Widerstand von Anwohnern. Wir verraten, was das Unternehmen plant.

DORTMUND

, 02.06.2016, 02:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf diesem freien Grundstück direkt an der Bundesstraße 1 soll nach Plänen eines Investors eine Burger-King-Filiale entstehen.

Auf diesem freien Grundstück direkt an der Bundesstraße 1 soll nach Plänen eines Investors eine Burger-King-Filiale entstehen.

Wo soll der neue Burger King entstehen?

Die Filiale soll auf einem freien Grundstück an der Ecke Detmar-Mülher-Straße/Westfalendamm entstehen.

Welche Auflagen gibt es?

Die Verwaltung erließ 2001 zunächst eine Veränderungssperre, um die Ansiedlung weiterer Schnellrestaurants an der B1 zu verhindern. Nach dem seit 2005 gültigen Bebauungsplan sind „Schank- und Speisewirtschaften“ erlaubt. Die Planer haben aber versucht, durch die Forderung, mindestens dreigeschossig zu bauen, klassische Drive-In-Lokale auszusperren.

Und Burger King will dreigeschossig bauen?

Der Investor in spe, die Schloss Burger GmbH als größter Franchise-Nehmer von Burger King, will nach den bisher bekannten Plänen auf eine zweigeschossige Imbiss-Filiale an der B 1 noch eine Büroetage setzen. Damit würde die geforderte Geschosshöhe erreicht.

Ist es der erste Anlauf?

Nein. Mehrere Vorstöße von Burger King und anderen Anbietern scheiterten in den vergangenen Jahren schon am Widerstand von Anwohnern und Politik.

Gibt es Protest?

„Für uns als Anwohner ist das nicht tragbar“, sagt Bettina Polkläsener, die in der Detmar-Mülher-Straße wohnt und kurzerhand eine Unterschriftensammlung organisiert hat. Der Zuspruch dafür ist groß, stellt sie fest. Hauptsorgen sind die absehbaren Belastungen mit Lärm, Müll und zusätzlichem Verkehr, die ein Drive-In-Betrieb mit sich bringt. Burger-King-Kunden, die nicht über die B 1 kommen, fahren dann womöglich durch die enge Anwohner-Straße, befürchtet Bettina Pollkläsener.

Und was sagt die Stadtverwaltung?

Bei der Verwaltung stoßen die Anwohner mit ihren Bedenken auf offene Ohren. Ein erster Bauantrag für das Burger-King-Restaurant stieß bereits auf lärmtechnische Bedenken. Jetzt soll der Investor ein Lärm- und Verkehrsgutachten liefern.

Dass eine Neuansiedlung verträglich für die Nachbarschaft sei, sei „zwingende Voraussetzung“ für eine Baugenehmigung, betont der Leiter des Planungs- und Bauordnungsamtes Walter Nickisch. Und auch die örtliche Politik werde selbstverständlich beteiligt. „Wir werden das nicht im stillen Kämmerlein entscheiden“, verspricht Nickisch. 

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