Darum wird der Automat bei den Bürgerdiensten in Hombruch nicht benutzt

mlzNummernvergabe

Nummer aus dem Automaten ziehen, hinsetzen und warten – so läuft es meist bei den Bürgerdiensten. Doch in der Hombrucher Bezirksverwaltungsstelle sieht das Verfahren etwas anders aus.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 20.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er soll kaputt sein, der Nummernautomat im Vorzimmer der Bürgerdienste in Hombruch. Das berichten Besucher, die mitunter schon ab 7 Uhr warten, um zur Eröffnung schnell an der Reihe zu sein.

Da sie jedoch keine Nummern ziehen können, um sich die Reihenfolge zu merken, spielen sich nach Angaben der Wartenden manchmal aufgeregte Szenen ab.

„Um 8 Uhr gibt es einen Run auf die Infotheke, um eine Nummer zu bekommen“, schreibt eine Leserin. Einmal habe ein „resoluter Mitwartender“ alle zur Ordnung gerufen – man „möge sich gefälligst ungefähr daran orientieren, wer vor einem da war.“

Ist der Automat kaputt?

Defekt ist der Automat allerdings nicht, erklärt Stadtpressesprecher Maximilian Löchter auf Nachfrage.

Vielmehr sei es bei den Bürgerdiensten das gängige Verfahren, sich eine Wartenummer persönlich an der Information abzuholen.

Das habe einen wichtigen Vorteil: „Dann können die Mitarbeiter nach dem Anliegen fragen und prüfen, ob die dafür notwendigen Unterlagen auch vollständig sind“, sagt Löchter. So werde vermieden, dass man erst nach dem Warten vor dem Sachbearbeiter feststellt, dass wichtige Dokumente fehlen.

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Auch wenn er im täglichen Betrieb keine Verwendung findet, bleibt der Nummernautomat an seinem Platz. Laut Löchter werde er dann in Betrieb genommen, wenn die Infotheke einmal nicht besetzt werden kann.

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