Bundespolizei in Dortmund bekommt mehr Personal

mlzNeue Polizeimeister

Lange arbeiteten die Ruhrgebiets-Wachen der Bundespolizeiinspektion Dortmund am Limit. Nach und nach kommt immer mehr Personal an. Auf der Zeche Zollern wurden 52 Polizeimeister vereidigt.

Dortmund

, 05.03.2019, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schlägereien und Festnahmen am Hauptbahnhof, Fußballeinsätze, Kontrollen am Flughafen und Notfälle auf Bahnanlagen. Das alles auf einer Fläche von 6000 Quadratkilometern mit rund 3,5 Millionen Einwohnern. Lange arbeitete die Dortmunder Bundespolizeiinspektion mit Wachen in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Hagen, Mülheim, Bottrop und Herne am Limit.

Mit 52 vereidigten Polizeimeistern kommt jetzt Entlastung in die Reihen. „Wir haben viel Arbeit und können diese jetzt auf mehr Schultern verteilen“, sagte Polizeioberrat Sven Srol am Dienstag (5. 3.) bei der Vereidigung der neuen Kolleginnen und Kollegen auf der Zeche Zollern in Bövinghausen. 2020 sollen 32 weitere ausgebildete Berufseinsteiger dazu kommen. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Polizeimeister aus dem Pott

Die Zeche Zollern hatte die Bundespolizei als Ort für die feierliche Vereidigung ausgesucht, weil der Bergbau und die Bundespolizei viel gemeinsam hätten. Sven Srol: „Der Beruf des Bergmanns und unser Beruf sind gefährlich. Die Arbeit ist hart, und wir brauchen eine starke Gemeinschaft.“ Die neuen Polizeimeister hätten nach der zweieinhalbjährigen Ausbildung gute Voraussetzungen für den Start in den Beruf: „Sie alle kommen aus dem Pott. Das ist ein Privileg“, sagte der Polizeioberrat.

In der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund wurden 52 neue Polizeimeister vereidigt.

In der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund wurden 52 neue Polizeimeister vereidigt. © Peter Bandermann

Wie entwickelt sich die Lage der Bundespolizeiinspektion in Dortmund? Wie sieht die Ausbildung aus? Das erklären Sven Srol und der neue Polizeimeister Thomas Rosinski in diesem Video:

Video
Bundespolizei vereidigt neue Polizeimeister auf der Zeche Zollern

Im Alltag gehen Bundespolizisten auch gegen Menschenhandel, Rauschgifthandel und andere schwere Straftaten vor. In Dortmund gibt es Kooperationen mit anderen Behörden.

Auszubildende der Bundespolizei lernen an 13 Standorten im Bundesgebiet und absolvieren Praktika in den Inspektionen. Während der Ausbildung und im Beruf sind sie viel unterwegs. Im Beruf sind auch Auslandseinsätze möglich. Die Grundausbildung dauert zweieinhalb Jahre. Für weitere Karrieren gibt es zusätzliche Studiengänge. Eine Gehaltsübersicht:

  • Polizeimeisteranwärter: 1170 Euro
  • Polizeimeister (A7, Stufe 2, 17 Jahre): 2158 Euro
  • Polizeiobermeister (A8, Stufe 4, 28 Jahre, ein Kind): 2940 Euro
  • Polizeihauptmeister (A9, Stufe 6, 37 Jahre, ein Kind): 3260 Euro
  • Polizeikommissar (A9, Stufe 1, ledig): 2340 Euro
  • 1. Polizeihauptkommissar (A13, Stufe 8, verheiratet): 4580 Euro.

Bewerbungen nimmt die Bundespolizei online entgegen.

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