Bundespolizei nimmt mehrere Minderjährige am Hauptbahnhof in Gewahrsam

Einsätze am Wochenende

Krankenhausflucht, Einreise- und Aufenthaltsverbot, kein Mund-Nasen-Schutz: Die Bundespolizei hatte am Wochenende am Dortmunder Hauptbahnhof viel zu tun. Dabei waren es zumeist Minderjährige.

Dortmund

15.12.2020, 12:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundespolizei nimmt mehrere Minderjährige am Hauptbahnhof in Gewahrsam

© Symbolbild

Fünf Personen hat die Bundespolizei am dritten Adventswochenende (11.-13.12) am Dortmunder Hauptbahnhof in Gewahrsam genommen. Darunter waren laut einer Mitteilung mehrere Minderjährige.

Bereits am Freitag (11.12.) um 2.30 Uhr habe sich eine 16-jährige Marokkanerin bei der Bundespolizei-Wache am Hauptbahnhof gemeldet. Sie habe dort einen Asylantrag stellen wollen. Dabei habe sich herausgestellt, dass gegen sie ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik vorgelegen habe – sie sei in Gewahrsam genommen und zu einer Jugendschutzstelle gebracht worden.

Jetzt lesen

Einen Tag später am Samstag (12.12.) sei ein 15-jähriger Dortmunder ohne Mund-Nasen-Schutz im Hauptbahnhof aufgefallen. Obendrein hatte er laute Musik über eine portable Box abgespielt, heißt es. Auch er sei wegen seines jungen Alters in Gewahrsam genommen worden. Zudem sei gegen ihn ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet worden.

Mann belästigt Reisende

Am Abend gegen 20.30 Uhr sei dann ein 35-jähriger alkoholisierter Mann von Mitarbeitern der DSW21 zu Wache der Bundespolizei gebracht worden, weil er Reisende im Hauptbahnhof belästigt haben sollte. Dort habe er die Polizisten unentwegt angeschrien – zur Ausnüchterung sei er in Polizeigewahrsam gebracht worden.

Jetzt lesen

Eine 14-Jährige sei dann am Sonntag (13.12.) im ICE von Bochum nach Dortmund ohne Ticket erwischt worden. Da sie zudem etwas hilflos gewirkt habe, sei sie durch die Bundespolizisten kontrolliert worden.

Bei der Überprüfung habe sich herausgestellt, dass sie auf dem Weg nach Berlin gewesen war, um dort eine Internetbekanntschaft zu treffen. Die Jugendliche sei momentan in einer Wohngruppe untergebracht – man habe die Erziehungsberechtigte informiert und die Jugendliche im Anschluss in eine Dortmunder Jugendschutzstelle eingeliefert.

Hagenerin aus Krankenhaus geflüchtet

Schließlich wurde dann gegen 22.30 Uhr noch eine Hagenerin im RB52 ohne Fahrausweis erwischt – auch sie sei im Anschluss von der Bundespolizei überprüft worden. Dabei habe sich herausgestellt: Die 16-Jährige war offenbar aus einem Krankenhaus in Herdecke geflüchtet. Nach Rücksprache mit dem Krankenhaus sei sie später in dieses zurückgebracht worden.

Lesen Sie jetzt