Bungee-Fall: Prozess nicht in Sicht

DORTMUND Fast sechs Jahre sind nach der Bungee-Tragödie im Westfalenpark vergangen. Doch der Auftakt des Prozesses wegen fahrlässiger Tötung gegen die Betreiber der Sprunganlage, die Firma Jochen Schweitzer, wird sich erneut verzögern.

von Von Arne Niehörster

, 25.03.2009, 06:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Rückblick: Der 20. Juli 2003, ein warmer Sommertag. Viele Familien, mit Kind und Hund, spazieren durch den Westfalenpark. Ein 31-jähriger Mann aus Mommenheim (bei Mainz) springt von der Plattform des Florianturms in den Tod. Sein Bungee-Seil ist gerissen, er hatte keine Chance.

Noch immer warten vor allem die Angehörigen auf Antworten. Immer wieder Verzögerungen. "Das ergänzende meteorologische Gutachten ist fertig", sagte am Dienstag Dr. Gerhard Breuer, Sprecher des Amtsgerichtes.Erkenntnisse im Hauptgutachten berücksichtigen

Fertig ja, aber auf dem Weg zu Dr. Bernd Fago. Der Hauptgutachter hatte nach einjähriger Arbeit ermittelt, dass das Seil falsch konstruiert war. Das meteorologische Gutachten soll die genauen Wetterverhältnisse am heißen Unglückstag klären, das Seil war nur für bis zu 35° Celsius ausgelegt. Die Unterlagen liegen bald bei Fago auf dem Schreibtisch, er soll die meteorologischen Erkenntnisse im Hauptgutachten mit berücksichtigen.

Und das juristische Tauziehen geht damit nach knapp sechs Jahren in die nächste Runde.

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