Burger-King-Filiale in Dortmund geschlossen

Fastfood-Kette

Seit April sind die Pläne zur Schließung zweier Dortmunder Burger-King-Filialen bekannt. Eine gibt es bereits nicht mehr. Was dort noch an den Burgerladen erinnert, bietet ein trauriges Bild.

Dortmund

, 09.05.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Dortmunder Burger-King Filiale ist geschlossen worden. Die Gewerkschaft NGG vermutet den Grund dafür in der Existenz eines Betriebsrats.

Diese Dortmunder Burger-King Filiale ist geschlossen worden. Die Gewerkschaft NGG vermutet den Grund dafür in der Existenz eines Betriebsrats. © Nick Kaspers

Außer zwei roten Fahnen mit weiß-blau-gelbem Logo über dem Eingang erinnert kaum noch etwas an die Burger King Filiale, die sich jahrelang an prominenter Stelle in der Dortmunder City befand. Über dem Schriftzug an der Tür hängt eine schwarze Plane. Fenster und Türen sind von innen abgedeckt, sodass man nicht in das Gebäude hineinsehen kann.

Vor fast einem Monat bestätigte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätte (NGG), dass drei Filialen der Fastfood-Kette Burger King, eine am Ostenhellweg, eine in Kley und eine weitere in Lünen, geschlossen werden sollten. Die Filiale am Ostenhellweg gibt es mittlerweile nicht mehr.

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Konflikte mit dem Betriebsrat

Alle drei Filialen waren vom Franchise-Nehmer Schloss Burger betrieben worden. Und in allen gibt, oder im Falle derjenigen am Hellweg gab, es einen Betriebsrat. Martin Mura, der verantwortliche Gewerkschaftssekretär bei der NGG, vermutet genau darin den Grund für die Schließungen. Denn zwischen den Betriebsräten und Schloss Burger hätte es bereits mehrfach Konflikte gegeben, zuletzt wegen der Kurzarbeitsmaßnahmen während der Corona-Krise.

In Dortmund und Lünen wären laut NGG insgesamt rund 140 Mitarbeiter von den Schließungen betroffen gewesen. Rund 50 von ihnen konnten Mitte April aufatmen, denn die Filiale in Lünen bleibt nun doch geöffnet. Es bleiben rund 90 Betroffene in Dortmund.

Stellungnahmen des Betreibers und von Burger King selbst als Franchisegeber wurden angefragt, lagen dieser Redaktion aber bis Redaktionsschluss am Freitag (8.5.) nicht vor. Gleiches gilt für eine Stellungnahme der NGG zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Schloss Burger und dem Betriebsrat.

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