Burkinis in öffentlichen Bädern - Bochum und Witten als Vorbild

Muslimischer Badeanzug

„Burkinis“ – zweiteilige Badeanzüge aus Elastan, die strenggläubigen Musliminnen den Besuch öffentlicher Bädern ermöglichen sollen – sind in Dortmunder Bädern weitgehend verboten. Doch ein Blick in die Nachbarstädte zeigt: Es geht auch anders.

DORTMUND

von Von Eike Risto

, 01.03.2012, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verantwortliche der öffentlichen Schwimmbäder diskutieren über die Zulässigkeit von Burkinis.

Verantwortliche der öffentlichen Schwimmbäder diskutieren über die Zulässigkeit von Burkinis.

Ortstermin
Die Ruhr Nachrichten wollen ein Forum für die vielen Meinungen zum Thema "Burkini" bieten. Deshalb laden wir zu einem Ortstermin mit offener Diskussionsrunde zum Thema „Burkinis“ am Dienstag (6.3.), 13 Uhr, ins Café des Hallenbades „Die Welle“ in Scharnhorst ein. Es sind unterschiedliche Experten zum Thema eingeladen, Gäste sind herzlich willkommen.

In Dortmund scheint es ebenfalls Bewegung in der Sache zu geben. Die Badeordnung der städtischen Schwimmhallen (Nord-, Süd- und Westbad) gestattet das Baden „in handelsüblicher Bekleidung“. „Ausschlaggebend ist das Material, nicht die Form“, sagt Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Verhüllende Bademode aus Baumwolle bleibe daher verboten, „bei Burkinis aus handelsüblichen Badestoffen wird die Frage nach der Zulässigkeit aber wohl neu geklärt werden müssen.“Die Sportwelt gGmbH, die fünf Dortmunder Hallenbäder betreibt, bleibt dagegen beim Burkini-Verbot. Für Geschäftsführerin Claudia Heckmann überwiegen Sicherheits- und Hygienebedenken. Es sei unmöglich zu kontrollieren, ob Schwimmerinnen nicht doch noch andere Kleidung unter dem Burkini trügen.

Dass dies in den Nachbarstädten anders bewertet werde sei unerheblich, Bestimmungen über zulässige Badebekleidung fielen unter das Hausrecht. Auf Anfrage sei die Sportwelt bereit, an ihren Standorten über Termine für ein reines Frauenschwimmen zu reden. Für Ahmad Aweimer, Sprecher des Rates muslimischer Gemeinden in Dortmund, wäre das nur die zweitbeste Lösung. „Der gesunde Menschenverstand sagt: Wenn das Tragen eines Burkinis für die betreffenden Frauen religiös akzeptabel ist und die Hygienestandards eingehalten werden, dann sollte man es gestatten.“  

Ortstermin
Die Ruhr Nachrichten wollen ein Forum für die vielen Meinungen zum Thema "Burkini" bieten. Deshalb laden wir zu einem Ortstermin mit offener Diskussionsrunde zum Thema „Burkinis“ am Dienstag (6.3.), 13 Uhr, ins Café des Hallenbades „Die Welle“ in Scharnhorst ein. Es sind unterschiedliche Experten zum Thema eingeladen, Gäste sind herzlich willkommen.

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