Busbahnhof-Umzug wird teurer

DFB-Museum

Der geplante Umzug des Busbahnhofs auf die Nordseite des Hauptbahnhofs um Platz zu schaffen für den Bau des DFB-Fußballmuseums am Königswall dürfte für die Stadt deutlich teurer werden als ursprünglich geplant. Grund ist der Lärmschutz.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 07.04.2011, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Gelände des Busbahnhofs soll das DFB-Museum entstehen.

Auf dem Gelände des Busbahnhofs soll das DFB-Museum entstehen.

Der Grund: Mit dem Umzug des Busbahnhofs an die Treibstraße verschärft sich für die Anwohner dort die ohnehin schon hohe Umweltbelastung vor allem mit Blick auf Lärm und Luftschadstoffe. Schon jetzt ist der Straßenzug mit Blick auf Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Immissionen stark belastet, stellt ein Gutachten fest. Und durch den Betrieb des Busbahnhofs komme es zu einer weiteren Steigerung der Luftschadstoffe, prognostizieren die Experten. Als Gegenmaßnahmen werden u.a. der verstärkte Einsatz von umweltfreundlichen Linienbussen der Stadtwerke, aber auch die Verlegung von Linien vorgeschlagen. Auch die Reisebusse, die den Busbahnhof anfahren sollen, will man unter Umweltgesichtspunkten stärker unter die Lupe nehmen.

Während Kosten in diesem Bereich noch nicht absehbar sind, zeichnet sich in Sachen Lärmschutz bereits ab, dass die Busbahnhof-Verlagerung ins Geld geht. Denn nach einem Schallschutzgutachten ist in den benachbarten Wohngebieten mit Lärmpegeln bis zu 76 dB (A) tags und 69 nachts zu rechnen. Die Konsequenz: Die Stadt müsste an 67 großen Mietshäusern, die meisten davon an der Grüne- und Treibstraße, schalldämmende Fenster einbauen lassen. Sollten alle betroffenen Eigentümer ihre Ansprüche geltend machen, summierte sich die Kosten auf 1,3 Mio. Euro. Abzüglich einer möglich Landesförderung kämen auf die Stadt dann eine Belastung von rund 845 000 Euro zu.

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