BVB-Abend: Chaos um Ermittlungsverfahren gegen die Veranstalter

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Im Januar hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Veranstalter des „BVB-Spezial“ im Martener Meilenstein eingeleitet. Auf Unstimmigkeiten folgen nun endlich Neuigkeiten.

Marten

, 15.05.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Januar traf den Martener Moderator Peter Schiefelbein und Monika Rößler, Vorsitzende der Bürgerinitiative „Martener Forum“, der sprichwörtliche Schlag: Die Dortmunder Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen einer mutmaßlichen Urheberrechtsverletzung gegen sie ein.

Der Grund: Beim „BVB-Spezial“ im Martener Meilenstein am 22. November 2019 hatten sie die Bundesliga-Partie Borussia Dortmund gegen Paderborn über Peter Schiefelbeins privaten DAZN-Account gezeigt.

Der Moderator, der auch Mitglied des Martener Forums ist, zeigte sich überrascht. Seit 2006 veranstaltet er Public Viewings. Noch nie habe es Probleme gegeben, so Peter Schiefelbein kurz nach Bekanntwerden des Verfahrens.

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Das Verfahren ist eingestellt – oder doch nicht?

Zudem habe er sich im Vorfeld informiert, ob das Fußballspiel auf diese Art und Weise gezeigt werden dürfe. Gemeinsam mit Monika Rößler betonte er immer wieder, dass der Fokus des Abends nicht auf dem Spiel, sondern auf den „BVB-Geschichten zum Schmunzeln“ mit BVB-Archivar und -Historiker Gerd Kolbe gelegen habe.

Monika Rößler bezeichnete das Ermittlungsverfahren im Januar als „lächerlich und böse“. Die Forums-Vorsitzende und Peter Schiefelbein vermuteten dahinter etwas Persönliches, einen Machtkampf um den Vorstand der Bürgerinitiative, initiiert von Forums-Mitglied Axel Wolff.

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Die Staatsanwaltschaft musste der Anzeige dennoch nachgehen. Bereits Ende Januar teilten Peter Schiefelbein und Monika Rößler dann auf Grundlage einer Information ihres Anwaltes mit, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt sei.

Die Staatsanwaltschaft konnte das auf Anfrage nicht bestätigen. Das Verfahren sei noch anhängig. Dieses Hin und Her wiederholte sich in den Folgemonaten zwei Mal. Am 13. Mai (Mittwoch) folgte dann ein öffentlicher Facebook-Post des Martener Forums.

„Es gab nichts zu ermitteln“

„Axel Wolff hat die Strafanzeige gegen Peter Schiefelbein, Ingo und Monika Rößler wegen der BVB-Veranstaltung im Meilenstein gestellt“, heißt es darin. „Solidarität in Marten sieht anders aus.“ Die Anzeige sei zutiefst verwerflich, so das Forum.

Doch die Staatsanwaltschaft habe nun festgestellt, „dass es nichts zu ermitteln gab“.

Auf Anfrage bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren tatsächlich am 6. Mai (Mittwoch) eingestellt wurde. „Es konnte kein Verstoß im Sinne des Urheberrechts festgestellt werden.“

Auf Facebook erhält das Martener Forum viel Zuspruch. Allerdings gibt es auch Gegenwind. „Ich finde es unfassbar, dass hier öffentlich Namen genannt werden. Datenschutz?!“, schreibt eine Userin. Das Martener Forum hält mit dem Argument dagegen, dass die Namen der Beschuldigten von Anfang an öffentlich genannt worden seien.

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