BVB-Mitarbeiter wechseln kurzfristig Jobs - und arbeiten jetzt bei Rewe

Borussia Dortmund

Die Corona-Krise trifft viele BVB-Mitarbeiter hart: Ohne Bundesliga haben die Aushilfen im Catering keine Arbeit mehr. Jetzt sollen sie in einem systemrelevanten Job aushelfen.

Dortmund

20.04.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regale einräumen statt im Stadion zu stehen: Mitarbeiter des BVB dürfen ohne viel Bürokratie bei REWE aushelfen.

Regale einräumen statt im Stadion zu stehen: Mitarbeiter des BVB dürfen ohne viel Bürokratie bei REWE aushelfen. © BVB

Die Ränge des Signal Iduna Parks bleiben seit Anfang März leer, es gibt keine Spiele mehr. Die Aushilfen, die stundenweise in den Fanshops und im Catering arbeiten, müssen aber nicht unbedingt zuhause bleiben: Der BVB hat eine Personalkooperation mit seinem Sponsor Rewe gestartet.

20 Aushilfen haben das Angebot bereits angenommen und arbeiten in Rewe-Filialen, wo sie befristet eingestellt wurden. Ihr Arbeitsvertrag beim BVB wurde ruhend gestellt. Nach der Krise dürfen wieder für den Fußballverein arbeiten.

„Die aktuelle Situation bringt für viele Aushilfen eine finanzielle Unsicherheit mit sich“, erklärt BVB-Marketingleiter Carsten Cramer. „Der Lebensmittel-Einzelhandel ist eine systemrelevante Branche, die auf Unterstützung angewiesen ist.“ Die BVB-Aushilfen sollen so wiederum ihr Einkommen sichern können.

Ihre Hilfe ist willkommen. „Wir benötigen zusätzliche helfende Hände“, so Markus Evers von einer Rewe-Filiale in Herdecke. Durch die Kooperation stehe mehr Personal zur Verfügung, um die Regale einzuräumen und Kassenschlangen abzuarbeiten.

Eine der BVB-Aushilfen, die diese Chance wahrnimmt, ist die Studentin Alina Fröse. Für sie sei die Kooperation „eine gute Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen.“ Zudem habe sie das Gefühl, in der REWE-Filiale wirklich gebraucht zu werden.

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