BVB plant Änderungen beim Einlass in Signal Iduna Park

Reaktion auf Kritik

Es wird gedrängelt, geschoben, geschubst: Borussia Dortmund will auf die zunehmenden Beschwerden über die Zustände vor den Eingängen des Signal Iduna Parks mit dem Bau eines neuen Eingangsbereichs zum Stadion reagieren.

DORTMUND

29.11.2013, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Problem sei verstärkt bei den letzten drei Heimspielen des BVB aufgetreten. Auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter machten viele BVB-Fans nach einem Bericht in unseren Online-Portal ihrem Unmut Luft. Sie berichteten von „üblem Gedränge und Geschiebe“ und „chaotischen Zuständen“.„Wir nehmen das sehr ernst“, so Hockenjos, „und werden kurzfristig reagieren.“ Ein neuer Eingangsbereich, der eigentlich im Sommer 2014 im Südwesten des Stadions gebaut werden sollte, soll nun schon zum Start der Rückrunde Ende Januar fertig sein, so die erforderlichen Genehmigungsverfahren rechtzeitig abgeschlossen werden können.

Knapp eine Million Euro investiert der Verein nach eigenen Angaben in den Bau. Durch den neuen Einlass-Bereich mit rund 20 elektronischen Einlass-Scannern will der BVB die vorhandenen Eingänge entlasten. Bis dahin will man die Einlass-Situation durch mehr Ordner auf dem Stadion-Vorplatz deutlich entschärfen. Hockenjos: „Wir werden zusätzlich auch mit Lautsprecher-Durchsagen und Ordnern versuchen, die Fanströme besser zu lenken.“

Nach dem Spiel reagierten viele Fans in den sozialen Netzwerken auf einen Bericht unseres Online-Portals über die Zustände vor den Eingängen. Die Resonanz war groß – die Meinung zweigeteilt. Markus Bock schrieb: „Ziemlich großes Drücken und Schieben. Ich möchte nicht erleben, dass es da mal zu einer Panik kommt“. Cecheck Xysiu: „Es ist eine Katastrophe! Jedes Mal erlebt man Panik bei kleinen Kindern und Frauen, die in der Menge zusammengepresst werden.“ Stefan El Sässer findet es „einfach nur unerträglich“. In unserem Online-Portal schrieb felrap: „Alle 14 Tage Gedrängel, Enge..... Gott sei dank ist dort noch keine „zweite Loveparade“ passiert."

Aber nicht alle Fans empfinden die Situation vor den Eingängen als „gefährlich“. Für manche gehört das Gedränge einfach dazu, wie sie in den sozialen Netzwerken schreiben. Stellvertretend für viele rät Sven Hteröh allen, die dem Gedränge entgehen wollen: „Einfach mal ein paar Minuten früher kommen.“ So lapidar drückt es der BVB nicht aus. Aber Christian Hockenjos appellierte an die Fans: „Kommen Sie bei Heimspielen so früh wie möglich ins Stadion.“ In den letzten drei Jahren gebe es bei den Fans eine Tendenz zur späten Anreise. „Viele treffen erst eine halbe Stunde vor dem Spiel am Stadion ein.“

Bei dem Klub haben sich in den letzten Tagen die Beschwerden über die Einlass-Situation gehäuft. Das Problem sei verstärkt bei den letzten drei Heimspielen aufgetreten. „Davor haben von uns im Sommer zusätzlich gebaute Drehkreuze gerade am Nord-West-Eingang für Entlastung gesorgt“, so Hockenjos. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, sagte dazu auf der Hauptversammlung am vergangenen Montag: „Bei schlechtem Wetter kommen die Leute später ins Stadion. Dann bekommt man Probleme mit den Drehkreuzen.“

Jetzt wolle man das Bauvorhaben samt Genehmigungsverfahren zügig vorantreiben, so Hockenjos. Auch wenn Watzke noch gesagt hatte: „Wir wollen neue Drehkreuze installieren, aber das geht in Deutschland nicht so leicht. Man benötigt zig Gutachten, unzählige Behörden geben ihre Stellungnahmen ab, nach zehn Monaten kann man dann mal mit der Ausschreibung beginnen. Es ist ein enormer Prozess.“ Diesmal soll es schneller gehen – vor allem, um das Gedränge vor den Stadion-Eingängen zu entschärfen. Hockenjos: „Sicherheit ist das höchste Gut.“  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt