Candy Sisters im Hansa-Theater: Sie kommen ihren berühmten Vorbildern sehr nahe

mlzNachfolge der Andrew Sisters

Premiere im Hansa-Theater Hörde: Die „Candy Sisters“ wurden nach zwei Stunden frenetisch gefeiert. Unser Experte hat gecheckt, ob die Begeisterung gerechtfertigt war.

Hörde

, 18.11.2019, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vergangenen Sonntag (17. November) in Hörde. Das Hansa-Theater ist ausverkauft, feiert nach zwei Stunden eine gelungene Premiere. Unser Expertenurteil: Es gibt fünf gute Gründe, sich die Show anzusehen.

Grund 1: Die Geschichte

Hanna Charlotte Krüger schrieb das Buch und führt in Tradition ihres Vaters Jost auch Regie. Letzterer schuf viele Hansa-Produktionen, ist bei der neuen der Erzähler. „Vergesst die Andrew Sisters“, sagt er. "Jetzt kommen die Candy Sisters!" Stilecht im 1957er Chevrolet Bel Air fahren die in Hörde vor.

Candy Sisters im Hansa-Theater: Sie kommen ihren berühmten Vorbildern sehr nahe

Stilecht im Chevrolet Bel Air fuhren die Candy Sisters bei strömendem Regen zur Premiere im Hörder Hansa-Theater vor. © Dietmar Bock

Auf der Bühne folgt die Geschichte dreier frustrierter Sängerinnen, die es musikalisch ohne Mann versuchen wollen, und der zum Singen berufenen Kellnerin. In der Diner-Bar finden sie zueinander, reden über die große Liebe, proben Gesangs- wie Tanznummern. Auf der großen Bühne zeigen sie dann in Erinnerung an die berühmten Andrew Sisters ihr Können. Dabei kommen sie ihren Vorbildern sehr nahe.

Candy Sisters im Hansa-Theater: Sie kommen ihren berühmten Vorbildern sehr nahe

Nadine (l.) und Inga Strothmüller tanzten als Teil der Candy Sisters ausgelassen. © Dietmar Bock

Grund 2: Das Ensemble

Die Candy Sisters mit Silke Cosmar, Jeanette Marchewka, Inga und Nadine Strothmüller werfen mit ihrem bis in die 1950er-Jahre reichenden Repertoire die Jukebox kräftig an. Dabei überzeugen die vier gesanglich wie schauspielerisch, auch wenn bei der Premiere noch nicht alle Einsätze passen, etwa bei „Wonderful World“.

Hinzu gesellen sich komisches Talent und große Spielfreude, die den vollen Saal im Stil von Rockabilly, Swing und Motown retro abrocken lassen. Gepunktete Petticoats verfehlen ihre Wirkung dabei nicht.

Grund 3: Die Live-Band

Fürs Abrocken, wie auch für gefühlvolle Balladen, sorgen fünf starke Live-Musiker. Volker Dippel (Bass), Sven Petri (Schlagzeug), Robert Mayer (Keyboard), Moritz von der Forst (Gitarre) und Cathrin Groth (Saxophon) begleiten das Quartett exzellent, stellen ihr Können auch in längeren Soli unter Beweis.

Candy Sisters im Hansa-Theater: Sie kommen ihren berühmten Vorbildern sehr nahe

Erstklassige Live-Musiker wie Gitarrist Moritz von der Forst (Mitte) untermalten den Auftritt der Candy Sisters (v.l.) Inga Strothmüller, Jeanette Marchewka, Nadine Strothmüller und Silke Cosmar gekonnt. © Dietmar Bock

Grund 4: Die Stimmung

Da wundert es nicht, dass der proppenvolle Saal bereitwillig mitmacht: Singen, tanzen, klatschen und stehende Ovationen nach zwei Stunden bunter, gefühlvoller und flotter Unterhaltung. Bravo-Rufe, zustimmende Pfiffe und lang anhaltender Applaus fehlen nicht.

Grund 5: The Andrew Sisters

Die großen Vorbilder haben sich diese Erinnerung verdient. The Andrews Sisters waren eine US-amerikanische Girlgroup im Jazz-, Swing- und Popbereich. Hits wie „Bei Mir Bist Du Schön“, „Rum and Coca-Cola“ oder „Boogie Woogie Bugle Boy“, die die Candy Sisters ebenfalls im Repertoire haben, sorgten für die erste Goldene Schallplatte für eine rein weibliche Gruppe.

Die drei Andrew-Schwestern LaVerne Sofie, Maxene Angelyn und Patricia Marie (Patty Marie) waren 113 Mal in den Charts vertreten, 46 Songs landeten in den Top Ten. Insgesamt setzten sie rund 75 Millionen Tonträger ab.

Candy-Sisters swingen weiter

Weitere Vorstellungen der Candy Sisters folgen: 10.01.2020 (Freitag) um 19.30 Uhr, 08.03.2020 (Sonntag) um 17 Uhr und 08.05.2020 (Freitag) um 19.30 Uhr. Ferner gestalten die Candy-Sisters auch das Sommerabschlusskonzert am 13.06.20 (Samstag) um 19.30 Uhr Die Tickets kosten 28 € und 31 € im Vorverkauf sowie 31 € und 34 € an der Abendkasse, jeweils zzgl. 1,50 € Systemgebühr. Karten gibt es direkt im Hansa-Theater, Eckardtstr. 4a; montags, dienstags, mittwochs und freitags, jeweils von 14 bis 18 Uhr, sowie donnerstags von 10 bis 14 Uhr, oder im Internet unter: www.hansa-theater-hoerde.de


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