Zwei Frauen als Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU im Gespräch

mlzGegnerin für Thomas Westphal

Die CDU Dortmund drückt bei ihrer Kandidatensuche fürs OB-Amt aufs Tempo: Eine erste Bewerberin hat sich der Findungskommission jetzt vorgestellt. Eine weitere ist im Gespräch.

Dortmund

, 25.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Suche läuft auf Hochtouren. Nach diversen Vorgesprächen hat sich am Mittwochabend (23.10.) eine erste mögliche Kandidatin für das Oberbürgermeister-Amt den Mitgliedern der Findungskommission präsentiert. „Sie hat eine gute Vorstellung abgeliefert“, heißt es. Einen Namen wollte die CDU nicht nennen.

Wie zu erfahren war, war die Betreffende früher im Management des Dortmunder Pumpenherstellers Wilo tätig und ist inzwischen selbstständig. Sie soll kein Parteibuch haben. CDU-Parteichef Steffen Kanitz gab sich auf Anfrage schmallippig: „Kein Kommentar.“ Zudem stünden noch Gespräche mit „zwei bis drei weiteren Personen an.“

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Dazu kann auch ein Bewerber aus den eigenen Reihen gehören: In der CDU geht man davon aus, dass noch eine Kandidatur aus dem CDU-Parteivorstand folgen kann. In dem Zusammenhang ist in der Vergangenheit mehrfach der Name Thorsten Hoffmann kolportiert worden: Hoffmann (58) saß von 2015 bis 2017 im Bundestag, hat ein Ratsmandat und arbeitet aktuell als Polizeibeauftragter des Landes NRW. Er selbst wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Auch Anne Katrin Bohle kommt ins Gespräch

Er ist nicht der Einzige: Nach Informationen dieser Redaktion soll die CDU auch Anne Katrin Bohle (58) ins Blickfeld genommen haben. Bohle arbeitet aktuell als Staatssekretärin im von Seehofer geleiteten Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Dort ist sie für die Fachbereiche Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung zuständig. Bohle, in Recklinghausen geboren, dürfte sich gut an Dortmund erinnern: Von 1995 bis 2003 war sie im Dortmunder Arbeitsamt an der Steinstraße als Abteilungsleiterin tätig, bevor sie die Karriereleiter hochkletterte. Bohle ist parteilos. Auch zu dieser Personalie war keine Stellungnahme zu bekommen.

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Dabei ist längst kein Geheimnis mehr, dass die CDU-Spitzen dem SPD-OB-Kandidaten in spe, Wirtschaftsförderer Thomas Westphal, im Kampf um das höchste Amt der Stadt eine Frau entgegenstellen möchten. Parteichef Kanitz bestätigt das. Und beschreibt das Anforderungsprofil so: „Es sollte eine Person sein, die Verwaltungserfahrung hat und für weite Teile der Bürger über Parteigrenzen hinweg wählbar ist.“ Darüber hinaus solle sie „für eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik stehen und Großprojekte managen können.“ Zudem sollen Zukunftsthemen wie die digitale Entwicklung Dortmunds eine Rolle spielen.

Die Findungskommission will jetzt in kurzer Taktfolge weitere Bewerber zur Vorstellung laden. Ziel sei es, „im Laufe des November zu einer Entscheidung zu kommen“, sagt Kanitz. Ob CDU und Grüne für die Wahl im Herbst 2020 eine gemeinsame Kandidatin präsentieren, ist aktuell offener denn je.

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