CDU und Grüne wollen gemeinsamen OB-Kandidaten aufstellen

mlzKampf ums Oberbürgermeister-Amt

Dortmunds CDU und Grüne wollen mit einem gemeinsamen Kandidaten in die OB-Wahl ziehen. Erste Gespräche würden geführt, bestätigt CDU-Chef Steffen Kanitz. Ein Prominenter ist abgesprungen.

Dortmund

, 14.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es wäre ein Novum für Dortmund: CDU und Grüne loten in ersten Hintergrundrunden aus, mit einem gemeinsamen OB-Kandidaten im Herbst 2020 in den Kommunalwahlkampf zu ziehen, wie CDU-Parteichef Steffen Kanitz im Interview bestätigt. Der OB werde nach aktuellem Stand in nur noch einem Wahlgang gewählt, die Stichwahl entfällt. „Das bedeutet: Der erste Schuss muss sitzen“, sagt Kanitz. „Wer das erreichen will, muss seine Kräfte bündeln.“ Noch sei unklar, ob es tatsächlich zu einer Verständigung komme. Beide Partner müssten sich in einer solchen Konstellation inhaltlich und personell wiederfinden, so Kanitz. „Die Hürden sind entsprechend hoch, aber wir würden keine Gespräche führen, wenn es keine Erfolgsaussichten gäbe.“

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Dabei hatte Dortmunds CDU einen prominenten Kandidaten bereits im Blick: Wie Kanitz auf Anfrage bestätigte, handelt es sich um Dirk Rutenhofer, Geschäftsmann und Vorsitzender des Dortmunder City-Rings, dem Zusammenschluss der City-Kaufleute. Allerdings hat sich Rutenhofer, Chef des Unternehmens Weckbacher Sicherheitssysteme, nach einer ausführlichen Bedenkzeit gegen eine OB-Kandidatur entschieden. „Er hat berufliche Gründe geltend gemacht, und das haben wir zu akzeptieren“, sagt Kanitz. Aktuell würden Gespräche mit weiteren „sieben bis acht Personen“ geführt. Spätestens im Oktober soll ein Kandidat aufgeboten werden.

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