City-Ring verzichtet auf Empfehlung zur Öffnungszeit

DORTMUND Der City-Ring verabschiedet sich von einer offiziellen Empfehlung für die Ladenöffnungszeiten. Für die Vorweihnachtszeit will er aber zumindest die großen Häuser „auf Linie bringen“.

von Von Bettina Kiwitt

, 24.09.2007, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das erklärte Rolf Brammann, Vorstandsmitglied im City-Ring, gegenüber den Ruhr Nachrichten. „Die Unterschiede bei den Interessen zwischen den kleinen und großen Händlern sind einfach zu groß“, so Brammann weiter. Egal welche Regelung man in der Vergangenheit getroffen habe, entweder seien die Kleinen oder die Großen unzufrieden gewesen.

Erstes Gespräch mit Gewerkschaft

Jetzt geht es dem City-Ring also nur noch darum, die großen Filialisten für eine Regelung in der Vorweihnachtszeit unter einen Hut zu bekommen. Dabei soll insbesondere die Einheitlichkeit im Vordergrund stehen. Favorisiert werden nach RN-Informationen Öffnungszeiten montags bis samstags bis 21 Uhr. Entschieden ist noch nichts. „Am Mittwoch kommen wir zu einem ersten Gespräch mit der Gewerkschaft zusammen“, so Brammann. Die Ausweitung bis 22 Uhr, auch wenn sie nur donnerstags, freitags und samstags gelten würde, macht für ihn wenig Sinn. „Das hat man bereits versucht, das hat nicht geklappt.“ Die Händler seien nicht bereit, noch Geld obendrauf zu legen.

Problem: Tarifverhandlungen

Bei den Verhandlungen mit verdi dürfte allerdings noch manches Kämpfchen ausgefochten werden. Denn für Norbert Hüwel, bei verdi zuständiger Sekretär für den Innenstadthandel, stellt sich die Frage, „ob wir überhaupt mit dem City-Ring verhandeln sollen“. Denn noch liefen die Tarifverhandlungen im Einzelhandel. Und in denen forderten die Arbeitgeber die Abschaffung der Zuschläge für die Arbeit in den Abendstunden und an Sonn- und Feiertagen. Für verdi sei dies jedoch ein entscheidender Punkt, wie weit man den Arbeitgebern letztlich entgegenkommen wolle.

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