Einsatzleiterin Annette Henning hatte das Kommando bei der Groß-Razzia an 21 Standorten. © Kevin Kindel
Video

Clan-Razzia: Polizei Dortmund ermittelt mit Kollegen aus drei Ländern

Rund 300 Polizisten sind am Donnerstag bei einer Groß-Razzia gegen den Miri-Clan im Einsatz gewesen. Mit dem Fall betraut waren auch Kollegen in Spanien, Frankreich und Albanien.

Der Schlag, den die Polizei Dortmund am Donnerstag (24.6.) gegen den sogenannten Miri-Clan durchgeführt hat, ist monatelang vorbereitet worden. Einsatzleiterin Annette Henning und Staatsanwalt Thomas Manthei sprechen im Video über die aufwendigen Ermittlungen.

Der Zugriff auf den 35-jährigen Clan-Chef sollte zur selben Zeit in Spanien stattfinden, wo der Verdächtige offenbar seit einiger Zeit lebt. Am Nachmittag war der Gesuchte aber noch auf der Flucht. Die Razzia wurde ermöglicht, weil französische Ermittler im vergangenen Jahr einen verschlüsselten Server gehackt hatten und Chats von Kriminellen mitlesen konnten. So wurden Hinweise auf massiven Kokainhandel deutlich, so Manthei.

Ein Bruder des Clan-Chefs wurde ausgeliefert

Außerdem spielte die Zusammenarbeit mit Behörden in Albanien eine Rolle. Ein Bruder des Clan-Chefs saß dort im Gefängnis und ist am Donnerstag nach Deutschland ausgeliefert worden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
Zur Autorenseite
Kevin Kindel

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt