Corona als Termin-Killer: Bleibt Dortmund wenigstens das Winterleuchten?

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Kein Weihnachtsmarkt, kein Riesen-Weihnachtsbaum: Das steht fest. Bleibt die Hoffnung auf das Winterleuchten im Westfalenpark ab dem 19. Dezember. Wie ist da der Stand der Dinge?

Dortmund

, 06.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die angespannte Corona-Infektionslage bedeutet das Aus für Dortmunder Wintertraditionen. Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt fällt auch, die Riesen-Tanne wird wieder abgebaut.

Mit Blick auf den Kalender bleibt eine Hoffnung, das etwas bleibt, das viele Dortmunder liebgewonnen haben: Das Winterleuchten, das am 19. Dezember im Westfalenpark starten soll, ist noch nicht abgesagt.

Für den Dezember gibt es bisher kein Verbot von Veranstaltungen

Vorerst gilt das Verbot von Veranstaltungen nur für den November. Winterleuchten-Veranstalter Wolfgang Flammersfeld sagt deshalb: „Wir sind weiter in der Planung, aber natürlich mit allen Behörden immer im Gespräch. Es sind nun einmal unsichere Zeiten.“

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„Wir wollen die Leute nicht gefährden“, sagt er. Aber er hält das Winterleuchten im großen Westfalenpark für durchführbar. Im bisherigen Konzept seine alle Hygiene- und Abstandsregelungen sowie Einbahnstraßenregelungen vorgesehen.

Winterleuchten-Veranstalter: „Abwarten, wie die Politik entscheidet“

Auf das Märchenzelt würde verzichtet werden. Das Gastronomieangebot wäre deutlich eingeschränkt.

„Es wird sicherlich nochmal etwas angepasst werden müssen. Wir müssen abwarten, wie die Politik für Dezember entscheidet“, sagt Wolfgang Flammersfeld.

Der Westfalenpark ist aktuell trotz der Kontaktbeschränkungen geöffnet. Beim Winterleuchten sind im gesamten Park Lichtinstallationen aufgebaut.

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Die Kernfrage könnte ähnlich wie beim Weihnachtsbaum lauten: Würde Winterleuchten als einzige Veranstaltung im Winter zu einem so großen Publikumsmagneten, dass es nicht mehr kontrollierbar wäre?

Mittelalter-Weihnachtsmarkt startet nicht im November, ist aber nicht abgesagt

Ab dem 19. November war in Dortmund eine weitere Winter-Veranstaltung angekündigt: Auf dem Festplatz an der Eberstraße soll der „Phantastische MPS Weihnachtsmarkt“ stattfinden, als kleinerer Ersatz für das abgesagte MPS-Fest im Fredenbaumpark.

Der 19. November sei als Starttermin gestrichen, teilen die Veranstalter auf Nachfrage mit. Der Vorverkauf ist gestoppt. Sie haben aber noch noch nicht ganz mit ihren Plänen abgeschlossen.

Von MPS heißt es ebenfalls: „Wir müssen abwarten, was die Politik für Dezember sagt.“

Weihnachtsmarkt auf dem Kirmesfestplatz in der Nordstadt soll drei Tage gehen

Der Weihnachtsmarkt soll über drei Tage stattfinden, auf dem Gelände sei Platz für 2200 Gäste gleichzeitig, heißt es in der Ankündigung.

In einem Facebook-Post des Veranstalters, der zahlreiche Mittelalter-Feste in ganz Dortmund organisiert, heißt es: „Der November ist gestorben. Aber dann bauen wir halt Ende November auf und führen unsere Weihnachtsmärkte in Luhmühlen und Dortmund parallel an mehreren Wochenenden ab dem 3. Dezember durch. Noch ist alles denkbar, wir müssen halt wirtschaftlich überleben“.

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