Corona-Behandlungszentrum am Klinikzentrum Nord schließt

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Gut drei Monate war das Klinikum Nord erste Anlaufstelle für Corona-Tests in Dortmund. Damit ist jetzt Schluss. Das Corona-Diagnosezentrum schließt zum 15. Juni.

Dortmund

, 10.06.2020, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

In anderen Städten rund um Dortmund läuft die Schließungswelle schon seit Wochen. Jetzt ist auch Dortmund selbst an der Reihe. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) schließt das Corona-Behandlungszentrum am Klinikzentrum Nord ab dem 15. Juni. Dann gibt es keine zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle mehr. Der letzte Behandlungstag für Patienten ist Sonntag, der 14. Juni, teilte die KVWL mit.

Proteste in den Nachbarstädten

Die zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle am Klinikzentrum Nord war Anfang März zunächst von der Stadt Dortmund eröffnet und später von der Kassenärztlichen Vereinigung übernommen worden. Ein zweites Behandlungszentrum gab es zwischenzeitlich im Signal Iduna Park.

Das Testzentrum im Stadion wurde bereits am 20. Mai geschlossen - wie auch die Anlaufstellen in vielen anderen Städten in Westfalen. Dort gab es daraufhin oft Proteste.

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Auch in Dortmund betonte der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, immer wieder die besondere Rolle der Anlaufstelle. Die zentrale Diagnostikstelle habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Stadt den Verlauf der Pandemie genau beobachten und zielgenau reagieren konnte.

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Deshalb hatte man sich vor einigen Wochen mit der KVWL zunächst darauf verständigt, dass das Testzentrum am Klinikzentrum Nord erhalten bleiben sollte. Jetzt folgt die KVWL aber auch hier, anders als etwa die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, ihrer Philosophie, die Corona-Tests in die Arztpraxen zu verlagern.

Rückkehr zum regulären Praxisbetrieb

„Nach fast drei Monaten Patientenversorgung im Corona-Behandlungszentrum werden wir nun auch in Dortmund wieder zum regulären Praxisbetrieb zurückkehren“, erklärt Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der KVWL-Bezirksstelle in Dortmund. Als Grund nennt die KVWL in einer Mitteilung „die konstant rückläufigen Infektionszahlen im Stadtgebiet“. Außerdem verfügen die niedergelassenen Ärzte mittlerweile über die nötige Schutzausrüstung, um Tests auf das Coronavirus auch in ihren Praxen durchführen zu können.

Zugleich appelliert Dr. Rodewyk an die Patienten, die Ärzte zu unterstützen. Dazu gehöre die Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in den Praxen. Wer befürchte, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben oder typische Krankheits-Symptome habe, solle sich unbedingt zuerst telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen.

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