Wegen der erwarteten unterschiedlichen Impfstoffmengen gibt es aktuell wenig Planbarkeit bei den Impfterminen in Seniorenheimen. © Schaper
In Seniorenheimen

Corona-Impfungen: „Die Resonanz bei den Ärzten ist sensationell“

Der Start der Corona-Impfungen in Dortmunder Seniorenheimen lief nicht reibungslos. Termine mussten verschoben werden. Doch es soll schon bald besser laufen, sagt der Leiter des Impfzentrums.

Die großen Einrichtungen zuerst – mit dieser Strategie hat das Dortmunder Impfzentrum auf Phoenix-West am 27. Dezember die Corona-Schutzimpfungen gestartet. Den Anfang machte das Erna-David-Zentrum an der Mergelteichstraße, wo in zwei Tagen von einem mobilen Impfteam 210 Menschen geimpft wurden.

Während dort alles noch nach Plan lief, wurden die mobilen Impfteams bereits am zweiten Tag von Logistikproblemen ausgebremst. So musste am 28. Dezember der Impftermin im Haus Am Tiefenbach in Eichlinghofen kurzfristig auf Anfang Januar verschoben werden. Auch ein für Dienstag, 29. Dezember, vorgesehener Termin im Alloheim Auf der Kronenburg wird nachgeholt.

Von der medizinischen und verwaltungstechnischen Seite sei alles wie geplant verlaufen, berichtet der Leiter des Impfzentrums, Dr. Reinhard Büker, auf Anfrage. Das Problem, das zur Terminverschiebung geführt habe, sei ein logistisches gewesen. Das wiederum habe organisatorische Probleme bereitet. Büker: „Die Logistiker waren etwas überfordert.“ Deshalb war der Nachschub nicht rechtzeitig gekommen.

Zugesagte Impfstoffmengen verfallen nicht

Die Impfstoffmengen, die für Dortmund zugesagt waren, aber nicht rechtzeitig eingetroffen sind, würden nicht verfallen, versichert der Leiter des Impfzentrums: „Die werden schrittweise im Januar nachgeholt.“

Für Dortmund sollten nach den ersten 180 Impfdosen für den 27. Dezember, jeweils weitere 2106 für den 29. und 31. Dezember kommen. Doch wie viele es genau werden, möglicherweise sogar mehr, ist nicht klar. „Wir gehen immer von unterschiedlichen Impfstoffmengen aus“, sagt Büker.

Es gebe wenig Planbarkeit, so der Leiter des Impfzentrums. Man arbeite mit einer vorläufigen und einer Prioritätenliste. Wenn bei Impfungen in großen Einrichtungen eine gewisse Zahl an Impfstoffdosen übrig bleibe, schaue man, welche kleinere Einrichtung zu dieser Zahl passe, und verimpfe dort den Rest.

Auch während der Sonn- und Feiertage wird geimpft

Büker geht davon aus, dass Zuteilungsprobleme bei den Impfdosen im nächsten Jahr kein Thema mehr sein werden. Doch es sei vorrangige Aufgabe des einzelnen Seniorenheims, sich über das Anmeldeportal der Kassenärztlichen Vereinigung zu registrieren und darüber die erforderlichen Impfdosen zu bestellen, betont er.

61 Seniorenheime gibt es in Dortmund. Inzwischen seien die Impfungen bis zum 5. Januar für 13 Einrichtungen terminiert, berichtet Büker: „Wir arbeiten auch Silvester und Neujahr durch. Für uns gibt es keine Feiertage.“ Am Personal jedenfalls sollen die Impfungen nicht scheitern. Büker: „Die Resonanz bei den Ärzten ist sensationell.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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