Ab dem 27. Dezember soll auch in Dortmund gegen das Coronavirus geimpft werden - allerdings zunächst nur in Pflegeheimen. © Stephan Schütze
Coronavirus

Corona-Impfungen in Dortmund: Weniger Impfdosen als erwartet

In geheimer Kommandosache starten am Wochenende nach Weihnachten die ersten Impfungen gegen das Coronavirus. In Dortmund kommen allerdings weit weniger Impfdosen an als zuletzt erwartet.

Einen offiziellen Start der Impfungen gegen das Coronavirus wird es am Wochenende nicht geben. Wo und wann die Impfungen starten, daraus machen die offiziellen Stellen ein großes Geheimnis.

Klar ist nur: Es kommt wohl erst einmal nur eine sehr kleine Ration an Impfdosen in Dortmund an. Statt der zuletzt erhofften 701 werden es nur 180 sein.

Jede Kreis und jede kreisfreie Stadt sollen zu Beginn gleich viele Impfdosen erhalten, erklärte das NRW-Gesundheitsministerium. Insgesamt werde NRW am zweiten Weihnachtstag (26.12.) mit 9.750 Impfdosen der Firma Biontech beliefert.

Lieferung direkt an Pflegeheime

In Dortmund spielt bei der Weiterverteilung das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall zunächst keine Rolle. „Die Impfstoffe werden direkt in die Einrichtungen geliefert, in denen sie zum Einsatz kommen“, erklärte Stadtsprecherin Katrin Pinetzki auf Anfrage. Das soll am Sonntag (27.12.) der Fall sein.

Danach soll es immerhin zügig weitergehen. Für NRW sind weitere Lieferungen für den 28. Dezember mit 131.625 Impfdosen und für den 30. Dezember mit weiteren 141.375 Impfdosen angekündigt. Diese Menge soll es dann wöchentlich geben.

Verteilung nach Altersanteil

In Dortmund werden nach einer Aufstellung des Landes am 29. und 31. Dezember jeweils 2106 Impfdosen ankommen. Die jeweils zweite Dosis ist dann für den 18., 20. und 22. Januar in jeweils gleicher Höhe reserviert. Bei allen Patienten muss die Impfung nach drei Wochen aufgefrischt werden.

Bei den Impfungen ab dem 29. Dezember gilt dann ein neuer Berechnungsschlüssel. Dann richtet sich die Liefermenge nach dem Anteil der über 80-Jährigen in der Gemeinde – also jener Bevölkerungsgruppe, die bei den Impfungen Priorität haben soll.

Impfzentrum-Start noch unklar

Nach der Versorgung der Pflegeheime werden dann die über 80-Jährigen berücksichtigt, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Wann dazu der Betrieb im Impfzentrum auf Phoenix-West beginnt, ist weiterhin offen. „Dort wird erst dann mit dem Verimpfen begonnen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, teilt das NRW-Gesundheitsministerium mit.

Nicht mobile über 80-Jährige müssen auf Hausbesuche der Impfteams länger warten. Denn dafür fehlt noch der geeignete Impfstoff. Der Biontech-Impfstoff sei „für aufsuchende Verimpfungen“ nicht geeignet, teilt das Ministerium mit.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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