In einem Teil Dortmunds bleibt die Inzidenz immer noch deutlich höher als andeswo. © Neubauer
Hohe Inzidenz

Corona in Dortmund: Ein Bezirk liegt „mit weitem Vorsprung“ auf Platz eins

Wo in Dortmund ist die Corona-Inzidenz besonders hoch? In einem Bezirk ist die Lage deutlich anders all überall sonst. Allerdings hat sich selbst dort zuletzt etwas gewandelt.

Wenn Dr. Frank Renken auf die aktuellen Zahlen guckt, sieht er einen großen Ausreißer. Generell sinke die Inzidenz überall in Dortmund, stellte der Leiter des Gesundheitsamtes am Dienstag (14.9.) fest. Der Unterschied bleibe aber.

„Mit weitem Vorsprung liegt die Nordstadt an der Spitze“, erläuterte Renken. Das sei in den Wochen seit Ferienende so gewesen – und das sei immer noch so. Doch auch in der Nordstadt gelte der generelle Trend.

Rückkehrer brachten das Coronavirus mit

„Wir haben überall einen deutlichen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenzen“, führte Renken aus. Während aber in anderen Ortsteilen die Inzidenz gerade einmal die 100er-Marke überschritten hatte, war sie in der Nordstadt auf etwa 400 hochgeschossen. Das sei eine Folge des Ferienendes gewesen, hieß es immer.

Dass viele Reiserückkehrer das Coronavirus mit nach Dortmund gebracht hätten, habe sich in der Nordstadt stärker ausgewirkt. Dieser Effekt lasse aber nun auch dort nach, analysierte Renken.

Nordstadt liegt noch bei rund 280

Derzeit betrage die Inzidenz in der Nordstadt noch 280. Also immer noch deutlich mehr als in den übrigen Bezirken in Dortmund, wie Renken unterstreicht: „Alle liegen um die 100, manche auch darunter.“

Das lässt den Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes schlussfolgern, es gebe auch „massive Unterschiede in der Durchimpfungsrate“. Wo eine Inzidenz von etwa 100 erreicht wurde, könne man von 75 bis 80 Prozent Geimpften ausgehen.

Was tun gegen die geringe Impfquote?

In den Sozialräumen, wo es zwischendurch einen 400er-Wert gegeben habe, „gehe ich aber von einer Durchimpfungsrate von 40 bis 50 Prozent aus“.

Muss man dem begegnen? Kann die Stadt Dortmund da irgendetwas tun? Renken betonte: nur bedingt.

„Wir können nichts anderes machen als weitere Impf-Angebote“, so der Leiter des Gesundheitsamtes. Denn es bleibe dabei: Es sei die Entscheidung eines jeden einzelnen, ob er sich impfen lasse. Einen Zwang gebe es nun einmal nicht. Deshalb könne man nur aufklären und appellieren.

Rückkehrer mussten nicht in Quarantäne

Viele positive Tests habe es gegeben bei Menschen, die aus der Türkei nach Dortmund zurückgekehrt seien, hatte Renken nach Ende der Sommerferien gesagt. Da die Türkei jedoch erst spät zum Hochinzidenzgebiet erklärt wurde, mussten Rückkehrer nicht in Quarantäne.

Bulgarien, Rumänien und Kroatien waren zu diesem Zeitpunkt auch offiziell keine Corona-Hotspots. Obwohl man bei der Stadt Dortmund merkte, spätestens durch die flächendeckenden Tests in den Schulen: Auch viele, die die Ferien dort verbrachten, sind Corona-positiv.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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