Das Gesundheitsamt sieht keine relevanten Schwankungen zwischen den einzelnen Stadtbezirken - obwohl ein Wert mehr als sieben Mal höher ist als ein anderer. © Hans Blossey
Monatsstatistik in Dortmund

Corona in Dortmund: Nur 6 neue Fälle in einem Stadtbezirk – aber 50 in einem anderen

Das Dortmunder Gesundheitsamt teilt mit, wo in der Stadt sich zuletzt die meisten Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Einer der am stärksten betroffenen Bereiche fällt jetzt positiv auf.

Relativ wenige Neuinfektionen haben in den vergangenen Wochen zu einer gewissen Corona-Entspannung in Dortmund geführt. Doch unter den einzelnen Stadtbezirken sind weiterhin deutliche Unterschiede erkennbar, wie aus aktuellen Zahlen der Stadtverwaltung hervorgeht.

In dem am Montag (19.7.) veröffentlichten Bericht betrachtet das Gesundheitsamt den Zeitraum vom 15. Juni bis zum 12. Juli. „Es ist nochmals eine deutliche Verringerung an Neuinfektionen in den Dortmunder Stadtbezirken zu beobachten“, ist zu lesen. Bereits im Vormonat waren die Werte deutlich gesunken.

Sehr positive Entwicklung in Eving

Die Stadt Dortmund konzentriert sich auf den prozentualen Zuwachs an Corona-Fällen in den Bezirken. Stadtweit hat es von Mitte Juni bis Mitte Juli 0,8 Prozent mehr Fälle gegeben als insgesamt zuvor. Die höchste Wachstumsrate hat die Innenstadt-Nord mit 1,2 Prozent, die niedrigste gibt es in Lütgendortmund (0,3 Prozent).

Auch bei den absoluten Zahlen bilden diese beiden Bereiche die Extremwerte. In der Nordstadt hat es im beobachteten Zeitraum 50 Corona-Neuinfektionen gegeben, in Lütgendortmund nur 6. Ebenfalls auffallend ruhig war die Lage in Eving (insgesamt nach der Nordstadt am zweitstärksten von der Pandemie betroffen, jetzt 7 neue Fälle) und in Brackel (8).

Das Gesundheitsamt schreibt zu den Zahlen: „Die sehr niedrige Dynamik des

Infektionsgeschehens ist in allen Stadtbezirken in ganz ähnlicher Ausprägung zu erkennen.“ Es seien nur „vergleichsweise geringe Differenzen“ zwischen den Stadtbezirken zu erkennen: „Relevante lokale Schwerpunkte gab es nicht im Berichtszeitraum“ - obwohl die Nordstadt-Zahl der Infektionen pro Einwohner sieben Mal höher liegt als die in Lütgendortmund.

Die relativ wenigen Neuinfektionen werden laut Stadtverwaltung aber „überschattet“ von der Ausbreitung der Delta-Virusvariante. „Hoffnungen auf kurzfristig weiter rückläufige Infektionszahlen scheinen daher nicht begründet zu sein“, so das Gesundheitsamt. Entscheidend werde es sein, die Durchimpfung der Bevölkerung weiterhin schnell voranzutreiben.

15 Prozent der Ansteckungen hängen mit Reisen zusammen

Wichtig ist bei der Betrachtung, dass der genannte Wohnbezirk der Infizierten nicht mit dem Ort der Ansteckung gleichzusetzen ist. Genau die Hälfte der Ansteckungen ist im „familiären/privaten Zusammenhang“ aufgetreten. 15 Prozent seien „reiseassoziiert“ gewesen, so die Stadtverwaltung.

2 Prozent der gemeldeten Fälle fanden in Kitas statt, weitere 8 in „sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen“. 5 Prozent der bekannten Ansteckungen hat es im Umfeld des Arbeitsplatzes gegeben. Beim Rest ist die Infektionsquelle nicht bekannt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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