Das Dortmunder Impfzentrum an sich ist bereit. Bis Menschen ab 80 Jahren aufwärts hier eine Dosis bekommen, dauert es allerdings noch. © Stephan Schuetze
Covid-19

Corona-Schutzimpfung in Dortmund: Wer darf – und wie bekommt man einen Termin?

Die ersten Dortmunder sind gegen Corona geimpft. Wie geht es weiter? Wer ist wann dran? Bekommt man bald Post, wenn man 80 Jahre oder älter ist? Und falls ja: von wem? Ein paar Antworten.

So richtig klar ist nur eins: Die Menschen sollen sich gegen Corona impfen lassen können. Vor allem diejenigen, für die das Virus eine lebensbedrohliche Gefahr darstellt, und diejenigen, die Kontakt zu Menschen mit hohem Risiko haben. Sie sollen den Covid-19-Erreger nicht weiterverteilen.

Die Absicht ist eindeutig, die konkrete Umsetzung auch am Tag nach dem Impfstart allerdings nicht.

Ich bin über 79 Jahre alt, gehöre also zu denen, die bald geimpft werden sollen. Bekomme ich bald Post? Und von wem überhaupt?

Wahrscheinlich schon. Nur wann „bald“ ist, dazu konnte am Montag (28.12.) keiner der Beteiligten etwas sagen. Die Kassenärztliche Vereinigung, die das Personal für das Dortmunder Impfzentrum (Warsteiner Music Hall, Phoenix-West) stellt, verweist auf das Land NRW. Die Stadt Dortmund, deren Aufgabe die Organisation im Impfzentrum ist, kann auch noch nichts zur konkreten Umsetzung sagen. Zunächst seien ja die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen dran. Erst danach gebe es Impfungen für diejenigen, die 80 Jahre oder älter seien und zuhause wohnten, hieß es vonseiten der Stadt.

Bekommen diejenigen, die 80 Jahre und älter sind, dann einen Termin zugeteilt?

Nein, man muss sich selbst um einen Termin kümmern. Wie das gehen soll, ist ebenfalls noch nicht ganz klar. Die Kassenärztliche Vereinigung schreibt auf einer speziellen Internet-Seite dazu: „Ein spezielles Terminmanagement wird gerade erarbeitet. Es wird eine zentrale Telefon-Hotline geben, aber auch die Möglichkeit, online einen Termin zu vereinbaren.“

Und was sagt das Land NRW zur konkreten Umsetzung? Wann schickt wer genau Post raus?

„Die Vorbereitungen dieses Anschreibens laufen derzeit“, hieß es dazu am Montag aus dem Ministerium für Gesundheit: „Wir gehen derzeit davon aus, dass dies in den nächsten Wochen der Fall sein wird.“ Konkreter wurde man also auch hier nicht.

Dauert das Formulieren eines Anschreibens so lange? Oder wieso dauert das?

Das Problem sei die Impfstoff-Menge. „Sobald ausreichend zur Verfügung steht, wird auch in den Impfzentren geimpft werden“, schreibt das Ministerium für Gesundheit. Erst dann werde „eine Terminvergabe für über 80-jährige Personen, die zu Hause leben, möglich sein.“ Die Infos gebe es dann „frühzeitig per Post“.

Neben den Ältesten – wer hat denn bald eine Chance auf eine Impfung?

Zur Kategorie derer mit höchster Schutz-Priorität gehören neben allen ab 80 Jahren aufwärts auch alle, die in Alten- oder Pflegeeinrichtungen leben oder arbeiten, die Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste, von Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdiensten, in der Palliativbetreuung sowie diejenigen, die in den neuen Impfzentren arbeiten.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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