Corona setzt einer ansteckenden Kinderkrankheit in Dortmund stark zu

Die Corona-Pandemie hat auch ihre Vorzüge: Durch die Schutzmaßnahmen gibt es in Dortmund bedeutend weniger Infektionen bei einer sonst sehr häufigen Kinderkrankheit.
Eine sehr ansteckende Kinderkrankheit ist dank der Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund auf dem Rückmarsch. © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Abstand halten, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen haben nicht nur Nachteile. Neben dem offensichtlichen Grund – dem Schutz vor dem Coronavirus – gibt es auch eine weitere Begleiterscheinung. Eine sonst sehr ansteckende Infektionskrankheit ist in Dortmund deutlich zurückgegangen.

Das berichtet die AOK Nordwest in einer Pressemitteilung. Auf Basis von Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) habe es 2020 nur 65 gemeldete Fälle der sonst sehr ansteckenden Varizellen in der Stadt gegeben.

Ansteckungsgefahr besteht mehrere Wochen

Varizellen sind im Volksmund auch als Windpocken bekannt, eine der häufigsten Kinderkrankheiten. Zum Vergleich: 2019, also vor der Pandemie und vor den Schutzmaßnahmen, wurden noch 83 Windpocken-Fälle gemeldet.

Das Varizellen-Zoster-Virus werde „durch Tröpfcheninfektion über Luft übertragen“, weshalb man bei der AOK davon ausgehe, dass die Corona-Regeln und die Kita- und Schulschließungen zu dem starken Rückgang beigetragen haben, so Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Dennoch rät die AOK dazu, Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen. Eltern müssten laut Kock das zwar selbst entscheiden, es sei jedoch wichtig, im Sinne der Kinder zu handeln.

Denn die Ansteckungsgefahr kann mehrere Wochen bestehen – noch bevor der Hautausschlag auftritt, beginnt sie und das Risiko endet erst, wenn die Hautbläschen ausgetrocknet sind.

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