Corona-Sommer 2020: Drei Dortmunder zeigen ihr privates Urlaubs-Idyll

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Die Coronavirus-Pandemie hat so manche Reisepläne durchkreuzt. Viele Dortmunder bleiben von sich aus in diesem Sommer lieber zu Hause. Drei Leser zeigen hier ihr eigenes Urlaubs-Paradies.

Mengede, Bodelschwingh, Dorstfeld

, 02.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unser Aufruf „Wie sieht Ihr heimisches Urlaubsparadies aus?“ hat Gehör gefunden. Drei Leser aus dem Dortmunder Westen gewähren uns Einblicke in ihre idyllischen Gärten. Hier lassen sie in Corona-Zeiten die Seele baumeln oder erfreuen sich an der Vielfalt aus Blumen, Kräutern und Gemüsesorten.

Bereits vor drei Jahren haben sich Wolfgang Stollorcz und seine Familie aus Bodelschwingh ihren Alpen-Strandkorb zugelegt. „Er ist für uns die perfekte Kombination aus Ostsee-Feeling und Tiroler Gemütlichkeit“, schreibt der Bodelschwingher. Denn die Familie Stollorcz liebt die Berge genauso wie die See.

Alpen-Strandkorb ist Lieblingsplatz auf der Terrasse

Deshalb hat sie ihren Strandkorb mit Blumenkästen, rot-weißen Vorhängen, einer Holzvertäfelung und einem Alpen-Panoramabild ausgestattet. „Mein Lieblingsplatz auf der Terrasse ist unser Alpen-Strandkorb“, schreibt Wolfgang Stollorcz.

Der Alpen-Strandkorb ist Wolfgang Stollorcz‘ Lieblingsplatz auf der Terrasse.

Der Alpen-Strandkorb ist Wolfgang Stollorcz‘ Lieblingsplatz auf der Terrasse. © Stollorcz

Aufgrund der Corona-Pandemie und dank des oftmals guten Wetters hätten sie ihre Terrasse und ihren Garten wieder neu schätzen gelernt, so der Bodelschwingher. Zur Abkühlung steht darüber hinaus ein Pool bereit.

Trotz dieser Garten-Idylle möchte die Familie nicht ganz auf Urlaub verzichten. „Wir haben gehofft, dass die Reisebeschränkungen aufgehobenen werden und freuen uns auf eine Woche Kitzbühel und eine Woche Timmendorfer Strand“, verrät Wolfgang Stollorcz.

Im neuen Strandkorb statt in Bulgarien am Goldstrand

Hans-Peter Balzer aus Dorstfeld hat seiner Ehefrau gerade erst „zum verdienten Ruhestand“ einen Strandkorb geschenkt. Für das rot-weiß-karierte Modell haben sie ein sonniges Plätzchen auf einer kleinen Holz-Bühne gefunden. Hans-Peter Balzer und seine Frau verzichten wegen Corona in diesem Jahr auf den Urlaub: „Es wäre aber nicht zur Nordsee gegangen, sondern wir wären jetzt mit Freunden in Bulgarien am Goldstrand.“

Dieser schicke Strandkorb steht in Dorstfeld. Er ersetzt ein wenig den ausgefallenen Bulgarien-Urlaub.

Dieser schicke Strandkorb steht in Dorstfeld. Er ersetzt ein wenig den ausgefallenen Bulgarien-Urlaub. © Hans-Peter Balzer

Der Strandkorb sei immer schon ein Wunsch seiner Frau gewesen, so Hans-Peter Balzer. „Jetzt war die richtige Gelegenheit, diesen zu erfüllen. Wir bleiben zu Hause und halten uns an die Regeln.“

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„Etwas Dschungel und Bio-Qualität“

Auch Ulrike Weigelt aus Mengede liebt ihren Garten in der Nähe des Ortskerns. „Ich genieße ihn in vollen Zügen“, schreibt sie. Der Grund: ein üppiger Mix aus Blumen, Kräutern und Gemüse. „Mein Großvater, geboren 1898, war Gärtnermeister, und meine sehr glückliche Kindheit habe ich in der Mengeder Heide in seiner Gärtnerei verbracht“, schreibt Ulrike Weigelt.

In diesem Mengeder Garten macht ein opulentes Beet aus Blumen, Kräutern und Gemüsesorten seine Bewohnerin glücklich.

In diesem Mengeder Garten macht ein opulentes Beet aus Blumen, Kräutern und Gemüsesorten seine Bewohnerin glücklich. © Ulrike Weigelt

Offenbar habe sich die Liebe zum Garten auf sie übertragen. Heute seien Mieter und die Kunden ihres Immobilien-Büros immer überrascht, wenn sie durch das Hoftor in den Garten im Innenhof treten: „Hinter einer Rasenfläche, die für Weite sorgt, öffnet sich ein opulentes Beet. Blümchen in Reih und Glied sind nicht mein Ding. Etwas Dschungel muss sein“, so Ulrike Weigelt.

Rosen und Lavendel treffen auf Rosmarin und Thymian

In diesem Jahr blühen hier Hortensien, Rosen, Schwertlilien, Zierlauch, Katzenminze, Lavendel, Mohn, Fingerhut, Magnolien, Rhododendren, verschiedene Bambusarten sowie Cannas. Sie treffen auf diverse Chili-Arten, Pfefferminz-Arten, Salbei, Rosmarin, Thymian, Dill, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Lorbeer sowie Tomaten, Gurken und Salat. „Alles in Bio-Qualität.“

Ulrike Weigelt liebt es, in ihrem Garten zu ernten. Das Gute daran: Das Coronavirus hat nichts dagegen.

Ulrike Weigelt liebt es, in ihrem Garten zu ernten. Das Gute daran: Das Coronavirus hat nichts dagegen. © Ulrike Weigelt

Das besondere Mikro-Klima werde von hohen Efeu-bewachsenen Ziegelmauern begrenzt. „Hier wohnen viele Vögel. In den Beeten wimmelt es vor Bienen und Hummeln.“

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