Corona-Sommer: Was in Dortmund ausfällt - und was die Alternativen sind

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Corona lässt aktuell viele Sommerpläne platzen: Es kommt vermehrt zu Veranstaltungsabsagen. Doch nicht alles fällt aus - teilweise gibt es Alternativen. Ein Überblick.

Dortmund

, 10.07.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Keine Festivals, keine Volks- und Straßenfeste, keine Kirmes - es könnte ein trister Sommer werden für die Dortmunder. Nachdem Bund und Länder bereits Mitte Juni über neue Hygienemaßnahmen beraten haben, ist die neue Coronaschutzverordnung in Nordrhein-Westfalen am Dienstag (7.7.) offiziell in Kraft getreten. Eine Änderung trifft dabei besonders die Veranstaltungsbranche - auch in Dortmund.

NRW-Landesregierung verlängert Corona-Maßnahmen

Das Verbot von großen Festveranstaltungen, das zunächst nur bis zum 31. August gelten sollte, wurde bis zum 31. Oktober verlängert. Betroffen davon sind Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützen- und Weinfeste sowie Kirmesveranstaltungen. Die Hoffnung vieler Veranstalter und Schausteller, die auf die Monate September und Oktober gesetzt hatten, geriet damit ins Wanken.

Somit wurden einige Absagen in Dortmund bereits verkündet, andere Veranstaltungen befinden sich noch in der Schwebe - für wieder andere sind nun Alternativen in der Planung. Konkrete Termine und Rahmenbedingungen sind oftmals noch unklar, da die Organisatoren zunächst Hygienekonzepte mit der Stadt abstimmen müssen. Eine Übersicht darüber, was in Dortmund ausfällt - und welche Alternativen es gibt:

Veranstaltungsalternativen im Westfalenpark

Betroffen von einer Absage ist unter anderem das beliebte Juicy Beats Festival. Das Alternativprogramm „Juicy Beats Park Sessions“ ist jedoch schon am Samstag (4.7.) im Westfalenpark gestartet. Für 350 Zuschauer ist Platz - natürlich mit Mindestabstand. Zu Gast in Dortmund sind in den nächsten zwei Monaten unter anderem die Comedians Ines Anioli und Johann König sowie verschiedene Musiker wie Thees Uhlmann oder Kasalla.

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Für das Lichterfest im Westfalenpark ist allerdings kein Alternativprogramm in Aussicht - der ursprüngliche Termin am 29. August muss aufgrund der aktuellen Situation um das Coronavirus ausfallen.

Die Entscheidung, ob der Herbstmarkt im Westfalenpark, ursprünglich geplant für den 18. Oktober, stattfinden wird, steht noch aus. Laut Informationen der Stadt laufen noch entsprechende Prüfungen zu einer möglichen Umsetzung, damit Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben eingehalten werden können.

Neuer Termin für das Freiluftkino an der Seebühne

Das Angebot des PSD Bank Kinos soll nach aktuellem Stand auf jeden Fall stattfinden, das Programm beginnt nur etwas später. Auf welches Datum der ursprüngliche Starttermin vom 15. Juli verschoben wird, ist jedoch noch nicht klar. Bis dahin stimmen die Veranstalter ein passendes Hygienekonzept mit der Stadt ab. Nachdem das Angebot des PSD Bank Autokinos am 28. Juni auf dem Phoenix-West Gelände geendet hatte, soll nun möglichst bald das Angebot an der Seebühne im Westfalenpark starten.

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Schlechte Aussichten für Oktoberfest und Co.

Eine schlechte Nachricht gibt es für Fans der Bayerischen Tradition in Dortmund: Das Oktoberfest ist wohl von einer coronabedingten Absage betroffen.

Normalerweise hätte es von Ende September bis Anfang Oktober im Revierpark Wischlingen stattfinden sollen - dies ist in diesem Jahr wohl nicht möglich. Die Termine für 2021 stehen aber schon fest: Geplant ist das Dortmunder Oktoberfest im nächsten Jahr vom 24. September bis zum 2. Oktober.

Für das Genießerfest „GourmeDo“, das in den vergangenen Jahren viele Touristen nach Dortmund gelockt hat, sieht es ebenfalls in diesem Jahr schlecht aus. Anfang August trifft normalerweise auf dem Hansaplatz Sterneküche auf Szenegastronomie, doch auch dafür ist die diesjährige Absage bereits angekündigt.

Ähnlich steht es um das Kaiserstraßenfest: „Man kann diese Entscheidung immer weiter hinauszögern, aber jetzt mussten wir uns entscheiden und haben das Fest leider abgesagt“, äußert sich Nicole Laubert, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Kaiserstraße.

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Hansemarkt und Museumsnacht noch unsicher

Offen sei laut Frank Schulz, Geschäftsführer der Gesellschaft für City-Marketing Dortmund, der aktuelle Stand der Planung des Hansemarktes. Ob und wie der Markt gegebenenfalls durchgeführt werden kann - darüber sei noch keine abschließende Auskunft möglich.

Unsicher sind außerdem die Rahmenbedingungen der DEW21 Museumsnacht. Auch hier finden noch Gespräche statt, ob und gegebenenfalls wie die Durchführung möglich sein wird.

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Noch Hoffnung für das Gin-Festival in Dortmund?

„Wir befinden uns noch in einer ungeklärten Genehmigungslage“, sagt Veranstalter des Gin-Festivals, Sebastian Schalkau. Der bisherige Termin für das Gin-Festival ist der 6. bis 8. August, die Abstimmung eines möglichen Konzeptes

findet daher momentan unter Hochdruck statt. Genaueres steht jedoch noch aus.

Anders als in den Vorjahren wird es wohl nicht möglich sein von Stand zu Stand zu flanieren, beschreibt Schalkau den aktuellen Stand der Dinge. Es wird ein angepasstes Konzept erarbeitet. Besucher müssen sich wahrscheinlich vorab online anmelden und mit einer Zugangskontrolle am Eingang rechnen. Sobald die entsprechenden Genehmigungen erteilt sind, werde es laut Schalkau konkretere Ankündigungen geben.

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