Der Angeklagte Ralf H. (hier bei einem Gerichtstermin vor der Pandemie) beteuert seit seiner Festnahme seine Unschuld. © Martin von Braunschweig
Schwurgericht

Corona-Verdacht: Plädoyers im Schalla-Prozess werden erneut verschoben

Die Plädoyers schienen sicher, selbst ein Urteil war im Prozess um die Tötung Nicole-Denise Schallas möglich. Doch ein Corona-Verdacht lässt den geplante Verhandlungstermin am Mittwoch platzen.

Der Prozess um den gewaltsamen Tod der Dortmunder Schülerin Nicole-Denise Schalla vor über 27 Jahren steht unter keinem guten Stern. Erneut müssen die für Mittwoch geplanten Plädoyers abgesagt werden. Ein Landgerichts-Sprecher teilte am Dienstag mit: „Eine am Verfahren beteiligte Person steht unter Corona-Verdacht.“

Im Dezember waren die Plädoyers und auch das für wenige Tage später vorgesehene Urteil schon einmal kurzfristig abgesagt worden. Damals hatte sich Staatsanwalt Felix Giesenregen in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Warten auf das Testergebnis

Das Schwurgericht hatte damals den 6. und sicherheitshalber auch noch den 11. Januar als zusätzliche Verhandlungstage festgelegt. Das erklärte Ziel war es jedoch, den 11. Januar gar nicht mehr zu benötigen. Am Mittwoch (6.1.) sollten die Plädoyers entgegengenommen und anschließend das Urteil gegen den Angeklagten Ralf H. gesprochen werden.

Ralf H. wird vorgeworfen, Nicole-Denise Schalla im Herbst 1993 auf dem Heimweg im Jungferntal erwürgt zu haben. Seit seiner Festnahme im Sommer 2018 beteuert der heute 56-Jährige jedoch seine Unschuld.

Wie es mit dem Verfahren nun weitergeht, hängt vom Ergebnis des Corona-Tests bei der betroffenen Person ab. Fällt der Test negativ aus, könnte am 11. Januar verhandelt werden.

Über den Autor

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt