Coronavirus: Evinger Bestattungshaus bietet besondere Trauerfeier an

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Auch Beisetzungen und Trauerfeiern laufen in Corona-Zeiten nicht wie gewohnt ab. Das Evinger Bestattungshaus Hibbeln hat sich dafür deshalb jetzt etwas einfallen lassen.

Eving

, 30.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat auch Beschränkungen in Sachen Bestattungen und Trauerfeiern mit sich gebracht: Sie dürfen derzeit nur direkt am Grab stattfinden und es dürfen maximal zehn Trauergäste dabei sein.

Was aber, wenn den Angehörigen das nicht reicht? Wenn der Wunsch einer würdigen Trauerfeier, in einer schön dekorierten Trauerhalle, größer ist? Diese Frage stellten sich Frank und Lennart Hibbeln vom Bestattungshaus Frank Hibbeln. Sie sagen: ,,Wir wollen den Angehörigen weiterhin die Möglichkeit geben, sich in genau dem gleichen Maß von ihrem lieben Angehörigen zu verabschieden, wie das vorher der Fall war.‘

„Nichts spricht dagegen, die Trauerfeier aufzuzeichnen“

Doch wie ist das in Zeiten von Distanz und regelmäßiger Desinfektion möglich? Die Trauerfeier könne weiterhin in der hauseigenen Trauerhalle stattfinden, jedoch ohne Trauergäste. Nichts spreche jedoch dagegen, die Trauerzeremonie aufzuzeichnen.

So könne trotzdem ein Pfarrer oder Redner eine Andacht halten, es könne trotz aller Einschränkungen eine schöne Blumendekoration geben und der Sarg oder die Urne können trotzdem feierlich verabschiedet werden.

Video kann an die Angehörigen verteilt werden

Lennart Hibbeln: „Das Video kann dann entweder im Nachhinein an die Angehörigen ausgehändigt werden oder sogar zu einem gewissen Zeitpunkt live mit den Trauergästen geteilt werden.“ Natürlich werde, wenn das Video live geteilt werde, alles mit einem Passwort gesichert, sodass nur die Personen die Trauerfeier verfolgen können, die dazu auch eingeladen sind.

So können die Trauernden zwar nicht an Ort und Stelle, jedoch ganz für sich persönlich Abschied nehmen. Auch sei es möglich, wenn sich die Lage um das Virus in Zukunft wieder normalisiert habe, die Trauerfeier im Nachhinein mit eben diesem Video nachzuholen.

So sieht das „Haus des Abschieds“ von Frank Hibbeln an der Bayrischen Straße 156 von außen aus

So sieht das „Haus des Abschieds“ von Frank Hibbeln an der Bayrischen Straße 156 von außen aus. © Bestattungshaus Hibbeln / Schaper

„Es lässt sich zwar nicht ändern, dass das Coronavirus momentan unser aller Leben beeinflusst, jedoch sind wir dafür verantwortlich, Lösungen dafür zu finden und auch in dieser schweren Zeit Alternativen aufzuzeigen‘‘, so Lennart Hibbeln.

Genau das versuche das Bestattungshaus mit dieser Möglichkeit.

Natürlich seien auch Beisetzungen, die direkt am Grab stattfinden, weiterhin möglich. Lennart Hibbeln abschließend: „Wir können jedoch immer nur für den heutigen Stand über die Möglichkeiten berichten. Sollte sich an den gesetzlichen Bestimmungen etwas ändern, kann es natürlich sein, dass auch die oben genannten Möglichkeiten nicht mehr stattfinden dürfen.“

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