Erster Coronavirus-Todesfall in Dortmund - Frau (85) stirbt in Klinik

Coronavirus

In Dortmund ist ein erster Mensch am Coronavirus gestorben. Eine Frau (85) erlag der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. In Dortmunds Kliniken liegen noch weitere Corona-Patienten.

Dortmund

, 02.04.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Krankenschwester überprüft ein Beatmungsgerät in einer Intensivstation.

Eine Krankenschwester überprüft ein Beatmungsgerät in einer Intensivstation. © dpa (Symbolbild)

Das NRW-Gesundheitsministerium veröffentlicht jeden Vormittag die aktuellen Fallzahlen zur Coronavirus-Epidemie in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Am Donnerstag tauchte neben der Zeile zu den bestätigten Corona-Fällen in Dortmund (aktuell sind es danach 334) erstmals auch ein Todesfall auf.


Wie die Stadt Dortmund am Donnerstagnachmittag dann mitteilte, handelt es sich dabei um eine 85-jährige Frau aus Dortmund. Die an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte Seniorin ist demnach am Mittwoch (1. April) im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West gestorben.

Frau musste auf Intensivstation beatmet werden

Sie war eine knappe Woche vorher, am 26. März (Donnerstag), im Krankenhaus aufgenommen worden. „Sie litt unter den typischen Symptomen und wurde mit der vorläufigen Diagnose ‚fieberhafter Infekt‘ stationär behandelt“, heißt es in der städtischen Pressemitteilung. „Der sofort durchgeführte Abstrich ergab am Tag darauf ein positives Testergebnis.“

Der Zustand der Patientin verschlechterte sich so sehr, dass sie auf die Intensivstation des Katholischen Krankenhauses verlegt und beatmet werden musste. Dort starb sie schließlich.

Ob die 85-Jährige an Vorerkrankungen litt, wollte die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion mit dem Verweis auf den Datenschutz nicht sagen.

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Nach dem positiven Test liefen die Maßnahmen der Stadt zur Eindämmung der Pandemie an: „Das Gesundheitsamt hat am 27. März umgehend alle Kontaktpersonen der Betroffenen ausfindig machen und informieren können“, schreibt die Stadt.

Alle vier Personen befänden sich seitdem in häuslicher Quarantäne, bislang sei niemand von ihnen positiv getestet worden: „Von einer weiteren Verbreitung des Virus über diese Infektionskette ist bisher nicht auszugehen.“ Die Seniorin wohnte alleine in einer seniorengerechten Mietwohnung.

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Bei den anderen nachgewiesenen Coronavirus-Fällen in Dortmund sind die Krankheitsverläufe nach Angaben der Stadt sehr unterschiedlich: „Während mindestens 80 Prozent der Betroffenen nur milde bis mittelschwere Symptome haben, verläuft die Erkrankung bei etwa 20 Prozent mit hohem Fieber, starkem Husten und Atembeschwerden.“

„Inzwischen wurden bereits 52 Menschen stationär wegen einer Covid-19-Infektion in Dortmunder Krankenhäusern behandelt“, wird der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, zitiert. „Zurzeit befinden sich 24 Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung, elf von ihnen auf Intensivstationen. Mit einer Ausnahme müssen alle von ihnen beatmet werden.“

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