In der Corona-Krise bieten Kolpingfamilie und Pfadfinder in Husen ihre Hilfe an

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Für Husen und Kurl bieten die Kolpingfamilie und die Pfadfinder Älteren und Bedürftigen, die zu Corona-Risikogruppen zählen, Hilfe an. Sogar für das begehrte Klopapier gibt es eine Lösung.

Husen

, 18.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kolpingfamilie Dortmund-Husen bietet Kurlern und Husenern aus der Corona-Risikogruppe unter dem Titel #NachbarschaftsChallenge ihre Hilfe an. Gemeint sind die Erledigung von Einkäufen, Gassi-Gänge mit dem Hund oder auch das Abholen von Rezepten. Zu diesem Zweck geht die Kolpingfamilie eine Partnerschaft mit den Pfadfindern St. Georg ein.

Helfer vermeiden den direkten Kontakt

„Die Kolpingfamilie ist bekannt für soziale Arbeit, und die wollen wir auch jetzt in der Krise anbieten“, sagt der Vorsitzende Marcus Eßer. Zwar sei die Lage momentan noch nicht allzu dramatisch, aber man wisse schließlich nicht, was die nächsten Tage bringen - auch wenn vielleicht noch eine Ausgangssperre komme.

Schon jetzt kursieren Videos im Internet, auf denen zu sehen ist, wie alte Menschen im Kampf um Klopapier im Supermarkt weggeschubst werden oder sich Menschen mit der Kassiererin anlegen, weil sie mehr Packungen eines Produktes kaufen wollen, als eigentlich erlaubt ist. Bei einer Einkaufs-Hilfe werde natürlich darauf geachtet, dass der Helfer keinen direkten Kontakt mit dem hat, der die Hilfe bekommt: Der Einkauf wird vor der Tür abgestellt.

Gewonnene Zeit in Hilfstätigkeit stecken

Die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer bestehe derzeit aus sieben Kolpingmitgliedern, so Eßer. Hinzu kommen die Pfadfinder. Sicherlich seien leicht noch weitere zu akquirieren, wenn es nötig werden sollte. Weil für ihn selbst derzeit sämtliche Freizeitaktivitäten abgesagt seien, könne er die gewonnene Zeit auch in eine solche Hilfstätigkeit stecken. Gleiches gelte für die anderen Helfer, die zum Teil nur halbtags arbeiten oder fitte Rentner seien und sich einen solchen Hilfseinsatz zutrauen.

Er habe gesehen, dass solche Hilfsangebote in anderen Städten oder Gemeinden oder im Ausland gut funktionieren. Und das erwarte er auch für Husen, sagt Eßer. Natürlich bestehe immer die Gefahr, dass auch Menschen ein solches Angebot anfragen, die es eigentlich gar nicht nötig haben, denn natürlich soll es in erster Linie nur für solche Menschen gelten, die die Hilfe dringend brauchen. Mit diesem Risiko müsse man eben leben. „Aber eigentlich kennt auf dem Dorf jeder jeden“, so Eßer.

Größere Menge Klopapier vorrätig

Und sogar für das begehrte Klopapier hat die Kolpingfamilie eine Lösung: Weil vom letzten Dorffest noch ein beträchtlicher Teil davon übriggeblieben sei, könne die Kolpingfamilie damit aushelfen, sagt Eßer. „Das ist dann zwar nicht das gute drei- oder vierlagige Papier, aber zur Not reicht es.“

Wer Hilfe benötigt, der wende sich an Tel. 0170-4110581. Die Pfadfinder St. Georg haben eine eigene Hotline: Tel. 0170-4199911

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