Schutzmasken für Klinik-Personal: Nachschub ist unterwegs nach Dortmund

mlzCoronavirus

Der erste Nachschub an Schutzmasken für medizinisches Personal ist auf dem Weg nach Dortmund. Die Lieferung ist klein. Sie ist ein Hinweis darauf, wie groß das Problem werden könnte.

Dortmund

, 26.03.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Donnerstag (26.3.) gemeldet, dass eine erste Lieferung von FFP2-Schutzmasken in die zwölf kreisfreien Städte und Kreise im Regierungsbezirk geschickt worden ist.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Schutzmaterialien beschafft, Arnsberg leitet sie umgerechnet nach Zahl der Einwohner und Zahl der Infektionen weiter. Kommunen wie Dortmund verteilen die Schutzmasken und -anzüge dann auf Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie Reha und Behindertenhilfe.

Stadt prüft, wie die Schutzmasken genau verteilt werden

„Der genaue Verteilschlüssel wird zurzeit geklärt“, sagt Stadtsprecherin Anke Widow. Das Vorgehen ist in einem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales festgeschrieben.

Jetzt lesen

Wie viele Masken genau geliefert wurden, teilt die Bezirksregierung nicht mit. Dadurch wird deutlich: Die Lieferung ist nicht besonders groß. „Es ist aber das Signal dafür, dass sich jemand kümmert. Und es zeigt, wie das Vorgehen für die Zukunft ist“, sagt Anna Carla Springob, Sprecherin der Bezirksregierung Arnsberg.

Weitere Lieferungen sind angekündigt. Zahlen könnten aktuell auch deshalb nicht genannt werden, weil viele Mitarbeiter in der „sehr dynamischen Lage“ stark eingebunden seien.

Bezirksregierung bekommt zunehmend Mängel bei der Versorgung gemeldet

„Wir bekommen zunehmend zurückgemeldet, dass Ausrüstung fehlt“, sagt Anna Carla Springob. Deshalb sei es wichtig, das, was vorhanden ist, sofort weiterzugeben.

In Dortmund müssen wie in ganz NRW Kliniken und Pflegeeinrichtungen schon seit mehreren Wochen mit Schutz- und Hygienematerial haushalten.

Jetzt lesen

Das Klinikum Dortmund teilt auf Anfrage dieser Redaktion mit: „Wir wissen, dass die Lieferungen kommen werden, aber noch nicht den genauen Zeitpunkt.“ Zum Stand der Versorgung mit Schutzmaterialien könne man zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage treffen.

Bisher keine Meldungen über akuten Versorgungsmangel in Dortmund

Akute Meldungen über Versorgungsmangel gibt es aus Dortmund bisher noch nicht. Allerdings ist auch ein gewisse Zurückhaltung bei Fragen zu diesem Thema zu spüren, weil gerade viel Unsicherheit herrscht.

Jetzt lesen

Die niedergelassenen Ärzte profitieren von den Lieferungen des Ministeriums nicht. Für ihre Versorgung mit Schutzkleidung ist die Kassenärztliche Vereinigung zuständig.

Zuletzt hatten Dortmunder Ärzte über den mangelhaften Schutz vor der Infektion mit dem Coronavirus geklagt. Durch die weltweite Nachfrage sind die Preise für Schutzmaterialien stark gestiegen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt