Croupiers pochen auf Smoking

Arbeitsgericht

Im Casino Hohensyburg herrschen strenge Kleidervorschriften – für Gäste, vor allem aber für die Croupiers. Kurios: Damit dies auch so bleibt, ist die Mitarbeitervertretung am Mittwoch extra vors Arbeitsgericht gezogen.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 16.03.2011, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dortmund willl man weiter die Kugel im Smoking ins Rollen bringen. Dieser Croupier ist allerdings in Baden-Baden tätig.

In Dortmund willl man weiter die Kugel im Smoking ins Rollen bringen. Dieser Croupier ist allerdings in Baden-Baden tätig.

Doch was hatte den Betriebsrat überhaupt veranlasst, das Gericht einzuschalten? Das Verhalten der Geschäftsführung bei einem Pokerturnier im Dezember war der Mitarbeitervertretung sauer aufgestoßen. Damals waren neben den eigenen Croupiers auch eine Reihe von externen Kräften eingesetzt worden. Und diese hatten sich nicht an die feinen Hohensyburg-Gepflogenheiten gehalten, sondern in weißen Polo-Shirts Dienst geschoben. Mit Sponsor-Aufdruck. Casino-Direktor Erik van den Berg beteuerte zwar gestern ein ums andere Mal, dabei habe es sich um eine „einmalige Ausnahme“ gehandelt. Richtig zufrieden war der Betriebsrat aber auch nach der Verhandlung nicht. Ob die Erklärung des Direktors, in Zukunft solle auch bei externen Kräften peinlich genau auf die Einhaltung der Kleiderordnung geachtet werden, ausreicht, will der Betriebsrat in etwa drei Wochen entscheiden.

Das Zögern der Mitarbeitervertretung hängt mit einem Ereignis vor rund zwei Jahren zusammen. Damals soll eine weibliche Angestellte mit Weste statt Smoking zum Dienst erschienen sein. Ebenfalls ein klarer Verstoß gegen die Regeln. Auch damals hatte der Betriebsrat das Gericht angerufen, auch damals hatte der Direktor eine Erklärung abgegeben, ein derartiger Verstoß komme in Zukunft nicht wieder vor.

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