CSD gerettet - Die Party kann steigen

Schwul-lesbisches Stadtfest

Die größte schwul-lesbische Veranstaltung Dortmunds ist gerettet: Zuletzt hatten die Veranstalter des Christopher Street Days über große finanzielle Schwierigkeiten geklagt. Das Stadtfest stand auf der Kippe. Doch jetzt kommt die Kehrtwende.

DORTMUND

06.03.2015, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Dortmunder CSD ist gerettet.

Der Dortmunder CSD ist gerettet.

Der Dortmunder Dachverband der lesbischen, schwulen und transidenten Initiativen und Vereine (Slado), der das Stadtfest zum Christopher Street Day (CSD) in den vergangenen Jahren immer organisiert hatte, klagte zuletzt über finanzielle Probleme.

Doch am Freitag gaben die Organisatoren Entwarnung: das Stadtfest kann stattfinden. "Mit sehr viel Mühe und Engagement ist es uns gelungen, eine Finanzierung für den 19. Dortmunder CSD am 22. August 2015 sicherzustellen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den privaten Spendern und unseren Sponsoren, die unseren CSD-Queer im Revier für Vielfalt und Toleranz in Dortmund ermöglichen", erklärt Saldo-Vorstandsmitglied Nicole Hardt in einer Pressemitteilung. 

Fehlende Einnahmen

Grund für den finanziellen Engpass seien fehlende Einnahmen aus dem Getränkeverkauf 2014: „Insgesamt ist es sehr schade, dass viele Gäste vermehrt ihre eigenen Getränke mitbringen. Wir bemühen uns, unsere Preise moderat zu halten. Aber letztendlich finanziert sich unser CSD auch über die Getränkeeinnahme, und der Getränkeverzehr an unseren Ständen ist somit ein Stück Solidarität gegenüber einem CSD-Stadtfest in Dortmund“, so Saldo-Vorstandsmitglied Frank Siekmann.

Der Dortmunder CSD findet am 22. August ab 12 Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz statt. Ab 14 Uhr startet eine CSD-Demonstration (ohne Wagen) ab dem Dortmunder Hauptbahnhof.

2014 kamen über 10.000 Menschen

Der CSD erinnert an eine Razzia der New Yorker Polizei in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969. Sie fand in einer Szenebar statt. In der Christopher Street kam es zum Aufstand von Schwulen und Lesben gegen Diskriminierung, Willkür und Ausgrenzung. Bei der letzten Dortmunder Ausgabe des Straßenfestes kamen 2014 mehr als 10.000 Menschen in die City.

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