Darum ist Dortmund für zwei Tage Deutschlands Digital-Hauptstadt

mlzGipfel in den Westfalenhallen

Dortmund ist für zwei Tage die digitale Hauptstadt Deutschlands. Der Digital-Gipfel der Bundesregierung bringt viel Wirtschafts- und Politik-Prominenz in die Stadt – bis zur Bundeskanzlerin.

Dortmund

, 28.10.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie digital ist Deutschland? Wie kann das Land noch digitaler werden? Das sind zentrale Fragen, die Experten und Politiker am Montag und Dienstag (28./29.10.) auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung in der Messe der Westfalenhallen diskutieren. Bei großen Foren geht es um Themen wie künstliche Intelligenz, digitale Plattformen, Clouds und Netzausbau.

Darum ist Dortmund für zwei Tage Deutschlands Digital-Hauptstadt

Auch eine kleine Messe gehört zum Digital-Gipfel. © Oliver Volmerich

Dazu sind neben Unternehmenschefs und Digitalexperten fast alle Bundesminister und viele Minister aus dem NRW-Landeskabinett nach Dortmund gekommen - angeführt von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier als offziellem Gastgeber des Digital-Gipfels. Am Dienstagnachmittag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, die das Schlusswort der zweitägigen Veranstaltung sprechen wird.

Natürlich versuchen sich bei dem Kongress sowohl das Land NRW als auch die Stadt Dortmund im besten digitalen Licht zu präsentieren. „In Dortmund sammeln sich nicht nur digitale Start-ups des Ruhrgebiets, sondern vor allen Dingen viele IT-Dienstleister, eine moderne Produktionswirtschaft und hervorragende Wissenschaftseinrichtungen“, warb das NRW-Wirtschafts- und Digitalministerium mit Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart an der Spitze für die Gastgeberstadt.

„Digitales Oberzentrum“

Oberbürgermeister Ullrich Sierau begrüßte am Montagnachmittag die Teilnehmer eines Forums zur Digitalisierung der Verwaltung in der Sparkassenakademie in der Hörder Burg. Mehr als 1000 Unternehmen und etwa 15.000 Beschäftigte in der digitalen Wirtschaft machten Dortmund zum „digitalen Oberzentrum“, stellte der OB dabei fest. Und er erinnerte daran, dass die Stadt von der Stiftung Lebendige Stadt 2018 als digitalste Stadt Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Klar sei aber, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sei. „Digitalisierung muss für uns als Stadt ein Instrument sein, das wir in den Dienst der Menschen stellen, die hier leben“, sagte Sierau.

Rundfahrt durch Dortmund

Natürlich darf beim Digital-Gipfel das prominenteste Beispiel für das digitale Dortmund nicht fehlen: Bei einer Tour für Pressevertreter aus ganz Deutschland stellte Oliver Hermes als Vorstandschef des weltweit führenden Pumpenherstellers Wilo mit seinen Mitarbeitern den neu entstehenden Wilo-Campus mit der „Smart Factory“ vor.

Darum ist Dortmund für zwei Tage Deutschlands Digital-Hauptstadt

Gemeinsam mit Journalisten aus ganz Deutschland besuchte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart (3.v.r.) die Smart Factory von Wilo. © Oliver Volmerich

Gemeinsam mit Minister Pinkwart konnten die Gäste die digitale Fabrik kennenlernen, in der ab März 2020 mit modernster Technik Pumpen produziert werden. Schon der Blick auf eine der ersten schon laufenden Produktionslinien war eindrucksvoll.

Im Technologiepark präsentierten anschließend die Spitzen der Fraunhofer-Institute IML (Materialfluss und Logistik) und ISST (Software- und Systemtechnik) ihre Forschung zum Thema digitale Zukunft.

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