Darum lag ein Mann blutüberströmt vorm Dortmunder Hauptbahnhof

mlzRetter

Ein blutüberströmter Mann hat am Donnerstagabend in Dortmund die Blicke zahlreicher Passanten auf sich gezogen. Manche filmten mit dem Handy. Das steckt dahinter.

Dortmund

, 05.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Mann liegt blutüberströmt vorm Hauptbahnhof. Retter kümmern sich um den Verletzten. Passanten bleiben stehen, beobachten die Szene. Manche zücken das Handy, filmen. So geschehen am Donnerstagabend in Dortmund. Großes Drama? Nein.

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Der Einsatz der Rettungswagen, die Polizeipräsenz, die Versorgung des Verletzten – all das gehörte nach Informationen unserer Redaktion zu einer Aktion von Gewerkschaft der Polizei und Feuerwehr-Gewerkschaft. Es handelte sich um Dreharbeiten. Herauskommen soll ein Video, um für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften zu werben. Und Passanten für richtiges und falsches Verhalten in Notsituationen zu sensibilisieren.

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Gewalt gegen Rettungskräfte haben Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Sanitäter als zunehmendes Problem identifiziert – auch in Dortmund: Ob Jugendamt, Bürgerdienste, Sozialdienst, Tiefbauamt oder Ordnungsamt – im vergangenen Jahr gab es 111 gemeldete Gewaltvorfälle.

Davon waren 60 verbale Attacken, 38 körperliche Angriffe wie Treten, Schubsen, Schlagen, Beißen, und fünf Übergriffe mit Gegenständen wie Glasflaschen, Getränkedosen – oder sogar Autos, mit denen Stadtmitarbeiter angefahren werden. 2017 waren es 109 Gewaltvorfälle, davon zwei mit Waffen.

Ein Retter hatte im Gespräch unserer Redaktion erzählt, wie er binnen weniger Monate drei Mal im Einsatz verprügelt wurde.

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