Darum liegt Dortmund bald in Atomschutzzone

Fragen und Antworten

Kein einziges Atomkraftwerk in NRW - und doch liegt Dortmund wohl bald in einer Atom-Gefahrenzone. Die Konsequenz: Jodtabletten müssten bald für alle Dortmunder bereit liegen. Wichtige Fragen und Antworten zum Thema.

DORTMUND

, 07.06.2014, 07:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Luftbild des AKW Emsland in Lingen.

Luftbild des AKW Emsland in Lingen.

Das Atomkraftwerk "Emsland" bei Lingen liegt gerade 100 Kilometer von Dortmund entfernt. Dortmund wäre damit entlang der A2 in Mengede und Brechten berührt. In dieser „Außenzone“, in der auch Dortmund liegt, sollen für die Bevölkerung – nicht nur die in Mengede oder Brechten – ausreichend Jodtabletten bereitgehalten werden. Zudem sollen die Bewohner bei einem Störfall gegebenenfalls in ihren Wohnungen bleiben, heißt es in der Antwort der Landesregierung auf eine Landtags-Anfrage der Piratenpartei.

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Sobald die NRW-Landesregierung die Ausweitung der Schutzzonen beschlossen hat, „würde die Stabsstelle in der Abteilung für Bevölkerungsschutz bei der Feuerwehr sofort mit der Planung zur Umsetzung erforderlicher Maßnahmen beginnen“, sagte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch auf Anfrage. Dann würde auch entschieden, ob die zu beschaffenden Jodtabletten irgendwo zentral gelagert oder sofort vorsorglich an alle Haushalte verteilt würden.

Oh ja.  Die Stadt weiß nicht, wie schnell die Hersteller die Jodtabletten in ausreichendem Maß liefern könnten und wie lange die Haltbarkeit sei. Und was solle mit den Neubürgern geschehen? Würden die gleich bei der Anmeldung Jodtabletten in die Hand gedrückt bekommen? Skupsch: „Keine leichte Aufgabe.“

Wer für die Finanzierung und die Erarbeitung der Schutzmaßnahmen zuständig sein wird, ist derzeit noch offen.

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