Darum singen im Elternchor dieses Gymnasiums nur Großeltern

mlzChorkonzert

Welch ein Geschenk ist ein Lied: Unter diesem Motto singt jetzt der Elternchor eines Dortmunder Gymnasiums. Der Chor ist einzigartig - und der Name irreführend.

Brechten

, 19.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es diesen Chor überhaupt noch gibt und er jetzt zu einem Jubiläumskonzert einladen kann, ist etwas ganz Besonderes. „Viele bei uns sind über 80“, sagt Monika Weber, die in dem Chor für die Finanzen zuständig ist.

Es war eine Schnapsidee, aus der heraus 1979 der Elternchor des Helmholtz-Gymnasiums entstanden ist.

Seit 40 Jahren besteht der Elternchor also mittlerweile. Um dieses Jubiläum passend zu begehen, tritt der Chor am 27. Oktober (Sonntag) ab 16 Uhr in der St.-Antonius-Kirche, Im Dorfe 23a, in Brechten auf. Das Motto lautet: „Welch ein Geschenk ist ein Lied“.

Um Mitternacht wurden plötzlich Volkslieder gesungen

Die Geschichte, wie der Elternchor 1979 entstanden ist, wird Chorleiterin Barbara Scholz zum 40-jährigen Bestehen sicher des Öfteren erzählen müssen. „Wir hatten“, sagt sie, „damals unsere Kinder in der sechsten Klasse. Die Elternschaft hatte Schulleiter Dr. Ewalt Clauser zu einem gemeinsamen Wochenende eingeladen, an dem wir uns in einem Jugendheim in Warstein über Erziehungsfragen austauschten. Abends wurde es beim Bier gemütlich, und gegen Mitternacht sangen wir Volkslieder.“

Das war dann der Moment, in dem der Schulleiter anmerkte, dass es keinen Musiklehrer und demzufolge zum 75-jährigen Bestehen des „Helmholtz“ auch keinen Schülerchor gebe.

„Dann machen wir das!“, schallte es Dr. Clauser damals aus der feucht-fröhlichen Runde entgegen. Gesagt, getan. Es wurde geprobt, geprobt, geprobt. Und bis heute begeistert der Elternchor bei seinen allerdings immer seltener gewordenen Auftritten das Publikum.

Der Elternchor ist ja längst ein Großelternchor. „Das Stehen während der gut einstündigen Konzert ist für etliche Chormitglieder inzwischen beschwerlich geworden“, sagt Monika Weber.

Musicalmelodien und Lieder von Udo Jürgens

Zum Jubiläum aber werden die gut 40 Sängerinnen und Sänger mal wieder ein Konzert auf die Beine stellen. Unter der Leitung von Barbara Scholz werden am 27. Oktober unter anderem der Song „Hallelujah“ von Leonard Cohen, Spirituals wie „Höre mein Rufen“, „Die Forelle“ von Franz Schubert, aber auch Humoresken, Musicalsongs und Lieder von Udo Jürgens gesungen. Krönender Abschluss wird Beethovens „Ode an die Freude“ sein.

Neben Paul Tunyogi-Csapo am Klavier treten die Solisten Hannelore Dubbi, Ursula Dammer, Gundula Leutner und Horst Burock auf. Die Moderation übernimmt Anne Hirsch. Nach dem Konzert lädt der Chor die Besucher auf ein Glas Sekt ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht.

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