Darum war der Winter gut für Dortmunds Straßen

Mildes Wetter

Der Winter, der kaum einer war, hilft den Straßen in Dortmund. Er macht sie zwar nicht besser - aber mieser wurden sie immerhin auch nicht. Laut der Pressestelle der Stadt hat sich ihr Zustand „nicht zusätzlich verschlechtert“. Wir erklären, was das für die Schlaglöcher im Asphalt bedeutet.

DORTMUND

13.03.2015, 20:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dortmund werden nicht unbedingt die kaputtesten Straßen zuerst grunderneuert.

In Dortmund werden nicht unbedingt die kaputtesten Straßen zuerst grunderneuert.

Das war kein Väterchen Frost, was da in den letzten Monaten auf den Dortmunder Straßen unterwegs war, das war maximal ein Söhnchen Frost. Feststellbar an den Salzmengen, die die EDG (Entsorgung Dortmund GmbH) ausbrachte:  Am 25. November 2014 rückten die Streufahrzeuge zum ersten Mal aus, am 4. März 2015 waren sie zum bisher letzten Mal unterwegs. „Unterdurchschnittliche“ 1400 Tonnen Salz wurden an insgesamt 35 „Streutagen“ auf den Straßen im Stadtgebiet ausgebracht, sagt Petra Hartmann von der EDG, der Entsorgung Dortmund GmbH.

35 „Streuguttage“ hört sich dann ja doch noch nach Winter an, aber nur acht dieser Tage waren „Volleinsatztage“, bei denen das gesamte Stadtgebiet gesalzen wurde. „Wir haben lediglich 60 Prozent der durchschnittlichen Salzmenge verbraucht, die sich aus dem Verbrauch der letzten zehn Jahre berechnen lassen“, sagt Hartmann.

Letzter strenger Winter in 2009

Man muss aber nicht in den Geschichtsbüchern blättern, um die letzten strengeren Winter zu finden. 2009/2010 mit sibirischen 69 Einsatztagen. Und auch 2012/2013 kann sich sehen lassen: Hier gab es zwar lediglich 31 Einsatztage, nur sechs davon mussten aber nicht im gesamten Stadtgebiet gefahren werden. Der Winter 2013/2014 hingegen war ein richtiger Lappen. 21 Einsatztage, gerade mal 250 Tonnen verstreutes Salz.

Und da der jetzige Winter ja auch eher schwach auf der Brust daherkam, muss man sich am Ende dann erneut fragen, wie alt die Schlaglöcher eigentlich sind, die man so jeden Tag erfährt. Ihre Anzahl, so die Pressestelle der Stadt, hat sich „nicht auffällig vermehrt“.

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