Darum wurden in Brünninghausen Wildblumen gegen Rassismus gepflanzt

mlzAktion gegen Rassismus

Was hat Wildblumenpflanzen mit Rassismus zu tun? Auf diese Frage haben das Quartiersmanagement Brünninghausen und das Mina-Sattler-Seniorenzentrum eine Antwort parat.

Brünninghausen

, 22.03.2019, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es ist uns hier in Brünninghausen besonders wichtig, zu zeigen, dass wir für bunt und gegen braun sind“, sagt die Quartiersmanagerin Rebecca Lausen. Symbolisch hat das Quartiersmanagement mit dem Minna-Sattler-Seniorenzentrum dazu aufgerufen, ein Areal an der Mergelteichstraße 10 mit bunten Blumen zu bepflanzen. Für dieses Vorhaben wählten sie den internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März

Mit der Aktion wollten die Organisatoren deutlich machen, dass Vorurteile und Rassismus keinen Platz haben. Alle Brünninghauser waren eingeladen teilzunehmen - und etwa 100 haben am Donnerstag den Weg dorthin gefunden. Darunter Bruno Böckelmann. Er ist dabei, weil er es „wichtig findet, Farbe zu bekennen.“

Wildblumensamen als Mittel gegen Rassismus

Bei sonnigem und mildem Wetter wurde vor Ort gegrillt, und es wurden kostenlose Tütchen mit Wildblumensamen verteilt. Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches Konzept. „Wir werden nicht nur zeigen, dass wir gemeinsam gegen Rassismus einstehen, sondern werden auch nachhaltig die Populationen der Bienen und Schmetterlinge unterstützen“, sagte Rebecca Lausen. Die Wildblumen sind für Bienen und Schmetterlinge förderlich.

Ein Mix aus Musik und Reden

Trotz des ernsten Themas sorgte Musik von Fred Ape für ausgelassene Stimmung, wobei der Hörder Künstler auch nachdenkliche Zeilen anstimmte: „Es gibt immer eine richtige Seite und am Ende des Tunnels wieder Licht.“

Bezirksbügermeister Hans Semmler erinnerte an die Anschläge in Christchurch und Berlin. Er sagte vor den versammelten Bürgern, dass ein internationaler Tag gegen Rassismus leider nötig ist. Die Sprache spiele bei Vorurteilen und Rassismus eine große Rolle.

Eine kurze Rede hielt auch Dagmar Krüger Ladinig, Pfarrerin der Evangelischen Philippus-Kirchengemeinde. Sie berief sich auf die Bibel und sagte, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, unabhängig von Hautfarbe oder Reichtum.

Breite Beteiligung an der Aktion

Im Vorfeld der Anti-Rassismus-Aktion hatte die Awo viele Akteure Brünninghausens eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Dem Ruf folgten die Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie, die Evangelische Philippus-Kirchengemeinde und die Dogewo, die ebenfalls ein Areal auf ihren Grundstücken in Brünninghausen mit Wildblumen bepflanzt.

1966 wurde der 21. März von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausgerufen. Die Aktionswochen in Deutschland werden seit 1994 veranstaltet.

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